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18.03.2015

Eine starkes Sprachrohr für die Region in Brüssel

Europaarbeit von Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH findet positive Resonanz

STUTTGART: „Wir sind ein starkes Sprachrohr für die Interessen einer starken Region“, hat Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling heute die Europaarbeit der Region Stuttgart skizziert. Anlass war der Sachstandsbericht im Wirtschaftsausschuss, der von CDU und SPD beantragt worden ist. Für Verband Region Stuttgart und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) steht die Europaarbeit seit Jahren auf der Tagesordnung. Das zahlt sich aus. Für Projekte der Jahre 2011 bis 2014 flossen 6,2 Millionen Euro an EU-Geldern an Verband und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Weitere 1,2 Millionen Euro an EU-Geldern kamen den regionalen Innovations- und Kompetenzzentren zu Gute, wie WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg formulierte.  

„Die europäische Dimension hat sich in allen Arbeitsbereichen und auf allen Ebenen etabliert“, so Dr. Walter Rogg weiter. „Das Erfolgsrezept für die Europaarbeit ist die enge Zusammenarbeit zwischen allen regionalen Akteuren.“ Mit dazu gehört das Europabüro der Region in Brüssel, das ab 1. Mai mit Sabine Meigel eine neue Leiterin hat.  

Auf europäischer Ebene werden zahlreiche Themen behandelt, die für die Region von Bedeutung sind. Beispielhaft nannte Dr. Schelling: Breitbandausbau, Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Ressourceneffizienz und neue Technologien wie Elektromobilität. Ziel der Europaarbeit sei es, europäische (Förder)politik mitzugestalten, EU-Projekte zu akquirieren und umzusetzen sowie der Erkenntnisgewinn durch den Austausch mit Partnern. Letztlich sei die Europaarbeit auch Teil des Standortmarketings der Region Stuttgart.  

Die Netzwerkarbeit spielt eine zentrale Rolle. So wurde im Netzwerk der europäischen Groß- und Ballungsräume (Metrex) eine Expertengruppe eingerichtet, die sich mit großflächigem Einzelhandel beschäftigt, erläuterte Dr. Nicola Schelling, zugleich Metrex-Präsidentin. Aus Sicht der Wirtschaftsförderung ist das European Regions Research and Innovation Network (ERRIN) von großer Bedeutung, so Dr. Rogg. „Die aktive Mitarbeit dort bietet für die WRS die Möglichkeit der schnellen Informationsbeschaffung, der Gewinnung von Partnern für Projekte sowie einer aktiven Kontaktpflege zu EU-Kommission und anderen Institutionen.“ 

Region Stuttgart mit Europaarbeit gut aufgestellt
„Die regionale Europaarbeit ist wichtig und hat sich bewährt“, sagte Dr. Wolfgang Häfele (CDU). Die Akquise der Fördermittel könne sich sehen lassen und sollte als „sportliches Ziel“ für die nächste Förderperiode dienen. Die Kosten sollten sich mindestens fünffach auszahlen. Je kleiner die Gemeinde umso geringer die Kenntnisse über europäische Themen, stellte Dr. Jürgen Zieger (SPD) fest. Seiner Meinung nach sollte die Berichterstattung regelmäßiger, aktiver und vorausschauender erfolgen. „Dass Netzwerke funktionieren, erkennt man an dem RegioWin-Wettbewerb“, findet Michael Lateier (Grüne). Er regte an, mehr Synergien in Richtung Hochschulen anzustoßen. Für die Freien Wähler formulierte Gerd Maisch: „Die Region Stuttgart ist bei der Europaarbeit gut aufgestellt.“ Doch diese müsse auch in der Bevölkerung wahrgenommen werden. „Daran gilt es zu arbeiten.“ Dem stimmte Ulrich Deuschle (Republikaner) zu. 

Die Entscheidung, einen Arbeitskreis Europa ins Leben zu rufen, wurde vertagt. Ende 2015/Anfang 2016 ist eine Delegationsreise der Regionalversammlung nach Brüssel geplant. Möglicher Themenschwerpunkt könnte die „Digitale Agenda für Europa“ sein.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)