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30.12.2010

Wachstum mit Umweltschutz vereinen

Ein europaweites Projekt der regionalen Wirtschaftsförderung unterstützt industrienahe Dienstleistungen für die Automobilwirtschaft

Die Europäische Union hat die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) beauftragt, ein europaweites Netzwerk zu industrienahen Dienstleistungen für die Automobilwirtschaft aufzubauen. Das EU-Förderprojekt PROSESC (Producer Services and Competitiveness for European Sustainability) unter Federführung der WRS zielt darauf, mit Partnern aus ganz Europa den Verkehr umweltverträglicher zu machen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilwirtschaft zu verbessern.

"Mit ihrer innovativen und forschungsstarken Automobilbranche ist gerade die Region Stuttgart prädestiniert, der europäische Wegbereiter für nachhaltige Mobilität zu werden", sagte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. Dank der EU-Förderung könne die Region nun europaweit Impulse geben, um die Umweltauswirkungen des Straßenverkehrs zu verringern und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen und den Wohlstand zu erhalten. Rogg: "Um beide Ziele zu vereinen, müssen wir europaweit denken und uns vernetzen."

Im Zentrum des PROSESC-Projekts stehen Anbieter industrieller Dienstleistungen für die Automobilwirtschaft, etwa Ingenieurbüros für Fahrzeugdesign, hochspezialisierte IT-Firmen oder auch Logistikunternehmen. Sie verschaffen den Industrieunternehmen einen schnellen Zugang zu neuem Know-how, fördern die Flexibilität regionaler Produktionssysteme und verbessern den Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Branchen.

Darüber herrschte auch Einigkeit unter den Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, die Ende November bei der ersten großen PROSESC-Projektkonferenz in der englischen Grafschaft Norfolk über Technologien, Innovationen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutierten. Die Konferenz zeigte aber auch, dass den industriellen Dienstleistungen bislang oft zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet worden sei. Die regionalen Strategien zur Förderung wissensintensiver Dienstleistungen müssten deshalb europaweit verbessert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, vernetzt PROSESC in den kommenden drei Jahren Entscheidungsträger, Fördereinrichtungen, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Partner tauschen sich über Erfahrungen und Erfolgsbeispiele aus und vereinbaren gemeinsame Projekte. Ein erstes Ergebnis ist eine Kooperation zwischen einem Stuttgarter und einem britischen Ingenieurunternehmen, die beabsichtigen, gemeinsam ein besonders sparsames Getriebe für verschiedene Fahrzeuge weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Neben der Region Stuttgart beteiligen sich acht Partnerregionen aus ganz Europa an PROSESC, unter anderem die Grafschaft Norfolk, das ungarische West-Transdanubien, die italienische Provinz Turin und das spanische Galizien. Die EU fördert das Projekt über die kommenden drei Jahre aus dem INTERREG IVC-Programm mit rund 1,3 Millionen Euro, knapp 300.000 Euro fließen in die Region Stuttgart.

www.prosesc.org

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