Termin

22.11.2007

Tagung Pro Arbeit

Aufschwung als Chance für Arbeitslose?

Trotz Aufschwung und Rückgang der Arbeitslosigkeit bleibt ein erheblicher Teil der Arbeitslosen ohne Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt und ist voraussichtlich dauerhaft auf Fürsorgeleistungen angewiesen. Die verschiedenen Reformen am Arbeitsmarkt bieten diesen arbeitslosen keine Perspektive. Darüber hinaus gilt für immer mehr ArbeitnehmerInnen, dass sie selbst bei einer Vollzeitbeschäftigung aufstockende Leistungen beziehen müssen.

Menschen mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen werden vom Aufschwung am Arbeitsmarkt kaum erreicht.
Die bestehenden Arbeitsmarktinstrumente, die auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt setzen, helfen diesen Arbeitslosen meist nicht weiter. Die gesellschaftlichen Folgekosten einer dauerhaften Langzeit-
arbeitslosigkeit und der Verlust an Lebensperspektiven bei den Betroffenen sind nicht zu verantworten.

Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote für Arbeitslose sind nicht nur arbeitsmarktpolitische Angebote, mit denen die Beschäftigungsfähigkeit erhalten bzw. verbessert wird, sondern stellen für die Betroffenen darüber hinaus sinnvolle Alternativen zum zwangsweisen Nichtstun dar und tragen zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur bei. Durch die Folgen der fortschreitenden Globalisierung und insbesondere angesichts der zunehmenden Verarmung von Arbeitslosen und auch von Menschen mit Arbeitsplätzen ist es notwendig, neue Strategien zu entwickeln. Die von Arbeitslosigkeit Betroffenen und Bedrohten brauchen dringend eine berufliche Perspektive.

Pro Arbeit will neue Lösungsansätze für eine zukünftige Arbeitsmarktpolitik aufzeigen, konkrete Praxisprojekte vorstellen und Diskussionsprozesse fördern. Es müssen neue Chancen auf Arbeit für Arbeitslose beschaffen werden.

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