Jahresbericht 2025

      Editorial

      In der Region Stuttgart gibt es rund 2.500 IT-Unternehmen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der in diesem Sektor arbeitenden Menschen um ganze 35 Prozent gestiegen. Mittlerweile treiben täglich über 200.000 Personen mit ihrer Arbeit die Digitalisierung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen der Region voran. Diese Zahlen stammen aus unserem in diesem Jahr erschienenen IT-Clusterreport. Sie zeigen deutlich, wie wichtig die IT für die Region Stuttgart ist und über welche Zukunftspotenziale sie verfügt.
      Die Region Stuttgart befindet sich in einem gewaltigen strukturellen Umbruch, primär geprägt von demografischem Wandel, Dekarbonisierung und Digitalisierung. Während traditionelle Industrien aktuell zum Beispiel kaum noch Beschäftigungszuwachs verzeichnen können oder gar Stellen abbauen, entstehen gleichzeitig neue Jobs in der Softwareentwicklung und in der Hochtechnologie – eine enorme Chance für die ohnehin starke regionale IT-Branche.

      Als Wirtschaftsförderung ist es unsere Aufgabe, Bestehendes zu stärken und Neues bestmöglich zu unterstützen. Beidem wollen wir jetzt mit unserer aktualisierten Strategie noch besser gerecht werden: So werden wir die Industrieregion Stuttgart noch gezielter bei Transformation und Diversifizierung unterstützen und als Technologie-Ökosystem mit Innovationskraft und Resilienz neu definieren. Dabei werden wir die Schwerpunkte sowohl auf die Transformation der etablierten Branchen wie Automotive, Maschinenbau und Bauwirtschaft legen als auch Potenzialbereiche wie IT, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Kreativwirtschaft sowie Green Tech verstärkt in den Blick nehmen. Und auch wichtigen Querschnittsfeldern werden wir uns weiter intensiv widmen: der Fachkräftegewinnung und -qualifizierung, der Unterstützung von Start-ups, der Ansiedlung von Unternehmen, der Gewerbeflächenentwicklung und dem Standortmarketing (mehr dazu hier).

      Welche Aufgaben wir darüber hinaus im zurückliegenden Jahr angegangen haben und welche wir künftig umsetzen wollen, lesen Sie im vorliegenden Jahresbericht. Zum ersten Mal wird es diesen Bericht ausschließlich digital geben. Das bietet viele neue Möglichkeiten – und so manche Überraschung.

      Für die erfolgreiche gemeinsame Arbeit in diesem Jahr möchte ich mich herzlich bedanken – gerade auch bei all jenen, die unsere Aktivitäten ermöglichen und unsere Projekte unterstützen: dem Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. André Reichel, den Kolleg*innen des Verbands Region Stuttgart mit Regionalpräsident Rainer Wieland und Regionaldirektor Dr. Alexander Lahl, dem Wirtschaftsausschuss der Regionalversammlung, den Landräten sowie den (Ober-)Bürgermeister*innen der 179 Städte und Gemeinden der Region Stuttgart, den weiteren baden-württembergischen Regionen und Wirtschaftsförderungen und allen Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sowie Intermediären, die unsere Ideen und Visionen mittragen. Nicht zuletzt gilt mein Dank meinen Kolleg*innen, die mit ihrem unermüdlichen Engagement die Arbeit der WRS Tag für Tag voranbringen.

      Ihnen, liebe Leser*innen dieses Jahresberichts, wünsche ich eine erholsame, friedvolle Weihnachtszeit sowie ein gutes und erfolgreiches Jahr 2026.

      Ihr

      Michael Kaiser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)

      Strategie

      Die neue Strategie der WRS: Industrie, Start-ups und Ansiedlungen fördern

      Die WRS hat in diesem Jahr intensiv an ihrer strategischen Ausrichtung gearbeitet. Vor dem Hintergrund sich verändernder wirtschaftlicher Strukturen, Technologien und Märkte hat sie ihre Mission formuliert. Dafür hat die WRS Trends und regionale Stärken analysiert, Zukunftsszenarien für die Region Stuttgart entwickelt und ihre künftigen Schwerpunkte und Handlungsfelder definiert. Ihre Strukturen und Prozesse passt sie nun an die neue strategische Ausrichtung an.

      Aufgabe der WRS bleibt es, durch gezielte Wirtschaftsförderung wirtschaftliche und soziale Strukturen in der Region Stuttgart nachhaltig zu verbessern, die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Zentral ist dafür weiterhin die Unterstützung der regionalen Industriecluster. Unternehmen werden von der WRS in ihren Stärken und Potenzialen gefördert und bei der Diversifizierung begleitet.

      Große Wertschöpfungspotenziale sieht die WRS in den Bereichen Green Tech, Luft- und Raumfahrt, Sicherheit und Verteidigung, Kreativwirtschaft, Mikrosysteme und Sensorik sowie IT. Darüber hinaus fokussiert die WRS insbesondere Quantentechnologie und die Anwendung künstlicher Intelligenz.

      Für die Erneuerung der regionalen Wirtschaftsstruktur wird die WRS gemeinsam mit Partnern das Start-up-Ökosystem weiterentwickeln und dabei noch gezielter die Ansiedlung auch internationaler Start-ups fördern. Unternehmen wird sie je nach Technologieschwerpunkt zu Ansiedlungschancen in der Region Stuttgart beraten. Konzepte zur Qualifizierung und Ansprache von Fachkräften sowie eine stärkere internationale Positionierung und Sichtbarkeit des Standorts Region Stuttgart runden die neue WRS-Strategie ab.

      Neben regionalen Unternehmen spricht die WRS mit ihren maßgeschneiderten Angeboten zukünftig vermehrt wissenschaftliche Einrichtungen, Intermediäre und Verwaltungen an und vernetzt diese untereinander. Zukunftsthemen der Region Stuttgart wird die WRS konsequent unterstützen und dabei mutig und agil vorangehen.

      Bei der Erarbeitung der neuen Strategie wurde die WRS von über 200 externen Partner*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung unterstützt. Über Gespräche und Fragebögen haben diese ihr Wissen und ihre Einschätzungen eingebracht.

      Zusätzlich hat die WRS im Rahmen des Projekts „Regionales Innovationssystem Region Stuttgart Reloaded“ (RIS Reloaded) weitere Zukunftsthemen für die Region Stuttgart identifiziert. Erarbeitet hat sie diese gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Gesellschaft. Ziel von „RIS Reloaded“ ist, das regionale Innovationssystem stetig weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit untereinander zu vertiefen. Als Koordinatorin des Projekts treibt die WRS insbesondere die Vernetzung der Partner voran. „RIS Reloaded“ wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union.

      Investitionen und Ansiedlungen begleiten

      Unternehmen der Region Stuttgart brauchen Flächen. Der zunehmende Flächenbedarf resultiert einerseits aus der Transformation der Wirtschaft, die sowohl eine Automatisierung von Produktionsstätten als auch eine Diversifizierung hin zu neuen Technologien und Produkten umfasst. Zugleich erhöht die voranschreitende Digitalisierung den Bedarf an Flächen, weil Rechenzentren aufgebaut und eine neue Infrastruktur für die Energiewende geschaffen werden. Verstärkt wird der Flächenbedarf zusätzlich durch das Interesse nationaler und internationaler Firmen an einer Ansiedlung in der Region Stuttgart.

      Die WRS analysiert deshalb das regionale Angebot an Gewerbeflächen, indem sie den aktuellen Bestand sowie den Bedarf an neuen Flächen erfasst und Leerstände identifiziert. Damit macht sie Flächen für Unternehmen zugänglich und unterstützt bei der Standortwahl. Sie kooperiert dafür eng mit den Kommunen und Landkreisen in der Region Stuttgart und berät Unternehmen bei der Suche nach einem geeigneten Standort für Investitionen.

        Betreuung und Ansprache von Investor*innen

        Von Januar bis September hat die WRS 68 Investoren zu Ansiedlungen in der Region Stuttgart unterstützt. Besonders hohes Interesse zeigten Hightech-Unternehmen sowie Firmen aus Industrie, Engineering, IT und Umwelt. Rund 56 % der Anfragen kamen aus Deutschland – größtenteils aus der Region Stuttgart. Internationale Anfragen kamen vorwiegend aus Europa (23 %) und Asien (13 %). Zu den meistgefragten Gewerbeflächen zählten in diesem Jahr Produktions- und Recyclinghallen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Nachgefragt wurden auch Flächen für Rechenzentren, Ladesäulen und Großbatteriespeicher.  

        Die WRS war im Oktober 2025 erneut auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München zu Gast und organisierte den Gemeinschaftsstand der Region Stuttgart. Mit 22 Standpartnern präsentierte sie vor Ort die Region als einen der führenden Wirtschaftsstandorte und warb um Investitionen. Thematisch im Mittelpunkt standen neben den großen Herausforderungen der Immobilienbranche mehrere Anfragen zu Ladeinfrastruktur und Kleingewerbeparks. Die Expo Real ist eine der wichtigsten Immobilienmessen in Europa.

        Regionales Gewerbeflächenmanagement

        Die WRS hat in diesem Jahr einen Bericht zu Gewerbeflächenmanagement sowie Außen- und Innenentwicklungspotenzialen der Region Stuttgart zusammen mit dem Verband Region Stuttgart angefertigt. Der Bericht liefert ein umfangreiches Handlungsportfolio, unter anderem mit Impulsen zur Aktivierung von Gewerbeflächen insbesondere für Kommunen und der Schaffung von planerischen Handlungsspielräumen. Die Untersuchung der regionalen Gewerbeflächen hat gezeigt, dass aktuell zu wenige Flächen zur Verfügung stehen. Aufgabe der WRS und des Verbands Region Stuttgart ist es, Flächen zu reaktivieren und neue Flächenentwicklungsoptionen zu schaffen.

        Mit dem Projekt „Nachhaltige Gewerbegebiete im Bestand“ unterstützten die WRS und der Verband Region Stuttgart auch in diesem Jahr Städte und Gemeinden dabei, Gewerbegebiete resilient gegenüber Folgen des Klimawandels zu machen. Im Rahmen des Pilotprojekts „Stuttgarter Straße“ in Korntal-Münchingen wurden zwei Workshops mit kommunalen Vertreter*innen durchgeführt mit dem Ziel, einen Musterfestsetzungskatalog zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen in Bebauungsplänen zu erarbeiten. Das Projekt „Natur Urban – Gewerbegebiete im Klimawandel“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert und entwickelt modellhaft Umsetzungsstandards für Gewerbegebiete, unter anderem in der Region Stuttgart. Die WRS ist Partnerin des Projekts.

        Der 17. „Immobilien-Dialog Region Stuttgart“ brachte im Juli rund 400 Vertreter*innen der Immobilienbranche in der Stuttgarter Liederhalle zusammen, um über veränderten Gewerbeflächenbedarf und neue Investitionsfelder zu diskutieren. Zu den Schwerpunkten gehörten Rechenzentren und Batteriegroßspeicher sowie spannende Pitches von Start-ups aus der Immobilienbranche. Den „Immobilien-Dialog Region Stuttgart“ richtete die WRS erneut gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart und Heuer Dialog aus.

        Wirtschaftsförderung in den Landkreisen betreiben

        Die WRS arbeitet nicht nur eng mit den kommunalen Wirtschaftsförderungen zusammen, sie beschäftigt auch Kreiswirtschaftsförder*innen in den fünf Landkreisen der Region und der Landeshauptstadt Stuttgart. Damit unterstützt die WRS die Belange der Landkreise und der Stadt Stuttgart noch gezielter und vermittelt die Angebote der WRS vor Ort.

        Im Landkreis Böblingen ging es in diesem Jahr beim „DiGiTALK“ um Marketing in der Lebensmittelindustrie. Mit der „Gründerroadshow“ zeichnete die Wirtschaftsförderung des Landkreises Böblingen auch 2025 Gründer*innen für ihren Mut und Unternehmergeist aus. Zudem ist der „Ausbildungsatlas“ für angehende Auszubildende in seiner achten Auflage erschienen.

        Im Landkreis Esslingen standen berufliche Perspektiven des Handwerks beim „Handwerker-Aktionswochenende“ in Beuren im Fokus. Jugendliche konnten ihr Geschick testen und Handwerker*innen befragen. Mit der „JobFinder-Messe“ wurden arbeitssuchende Fachkräfte direkt mit Unternehmen zusammengebracht. Zudem hat der Landkreis Esslingen mit regionalen Partnern seinen Schienengüterverkehr analysiert, um Güter zukünftig vermehrt über Schienen zu transportieren.

        Im Rems-Murr-Kreis hat die Wirtschaftsförderung in diesem Jahr mehrere Handwerksbetriebe besucht, um zu Standortvergrößerungen und Firmenübergabe zu beraten. Bei einer thematisch passenden Netzwerkveranstaltung in Backnang wurde auch über Nachfolgeregelungen im Handwerk gesprochen. Zum „Netzwerktreffen für Unternehmen im Rems-Murr-Kreis“ kamen im Oktober rund 50 Unternehmensvertreter*innen zusammen und diskutierten über Mitarbeiterwohnungen.

         

        Im Landkreis Ludwigsburg wurde in einem partizipativen Prozess eine Zukunftsstrategie für den Wirtschaftsstandort entwickelt. Beteiligt daran haben sich zahlreiche Vertreter*innen, unter anderem von Kommunen, Verwaltungen und Unternehmen. Identifiziert wurden dabei fünf Handlungsfelder mit zwanzig Leuchtturmprojekten, die bis 2030 umgesetzt werden sollen. Zudem waren rund 150 Interessenten bei der Veranstaltung „Wirtschaft im Gespräch“ im Juli im Ludwigsburger Landratsamt unter dem Titel „Zukunft der Produktion“ zu Gast.

        Im Landkreis Göppingen hat die neue Kreiswirtschaftsförderin zahlreiche Kennenlerngespräche mit Kommunen, Bürgermeister*innen und Unternehmen geführt. Bei mehreren Unternehmerfrühstücken im Landkreis Göppingen gaben Gründer*innen, Start-ups und junge Unternehmen ihre Erfahrungen zum Thema Existenzgründung weiter und tauschten wertvolle Kontakte aus. Bei der „JobFinder-Messe“ trafen im November über 35 Unternehmen, unter anderem aus den Bereichen Pflege, Verkehr und Handwerk, aus dem Landkreis auf talentierte Arbeitskräfte.

        Die Landeshauptstadt Stuttgart organisierte in diesem Jahr erneut mehrere Events mit der WRS: im September den 3. „Green AI Day“ (mehr dazu hier), der Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen im Bereich nachhaltige künstliche Intelligenz (KI) vernetzt. Das „New Food Festival“ (mehr dazu hier) im März brachte Start-ups und Innovatoren mit Expert*innen und Forscher*innen zu nachhaltigen Lösungen in der Lebensmittelherstellung zusammen. Eine dreiteilige Workshop-Reihe für Unternehmen fokussierte sich schließlich auf Nachhaltigkeitsberichterstattung (mehr dazu hier).

        Technologischen Wandel und Digitalisierung befördern

        Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und sich daraus ergebende neue Anwendungsmöglichkeiten sind insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen Chance und Herausforderung zugleich. Unsichere globale Märkte, Fachkräftemangel, hohe Energiepreise und teils unverhältnismäßige bürokratische Anforderungen erhöhen den Handlungsdruck auf die Unternehmen und deren Produkte, Geschäftsmodelle und Prozesse.

        Die WRS fördert deshalb den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen den Unternehmen und bietet Orientierung durch ein breites Spektrum an Veranstaltungsformaten zu aktuellen Fragestellungen. Dank maßgeschneiderter Angebote und Unterstützungsservices können die Firmen neues Wissen erwerben, Netzwerke aufbauen und mit dem technologischen Wandel Schritt halten. Die regionalen Kompetenzzentren stärken Unternehmen dabei, Kooperationen mit anderen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen zu entwickeln, um neue Themenfelder und Technologien gemeinsam zu erschließen.

          KI und Industrie der Zukunft fördern

          Mit der „KI-Community Industrieproduktion“ hat die WRS in diesem Jahr über 60 Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengebracht. Teilnehmende beschäftigten sich unter anderem mit datensouveränen europäischen Sprachmodellen, Wissensmanagement und dem Einsatz von KI-Tools im Einkauf.

          In den „Special Interest Groups“ standen in diesem Jahr aktuelle Trends der additiven Produktionstechnologien und Methoden zur Gewinnung neuer Kunden im Fokus. Beim „Anwenderforum Additive Produktionstechnologie“ kamen rund 100 Anwender*innen, Forscher*innen und Hersteller*innen am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zusammen, um sich über neue Entwicklungen der additiven Fertigung sowie deren Einsatz in der Luft- und Raumfahrt auszutauschen.

          Die WRS hatte zudem im Mai zum Austausch über Möglichkeiten von Kostenreduzierungen durch den Einsatz additiver Fertigungsmethoden eingeladen – inklusive eines Besuchs der Moulding Expo, der Stuttgarter Fachmesse für Werkzeugbau. Zwei Veranstaltungen der WRS im März und April thematisierten Kaltakquise für Maschinen- und Anlagenbauer.

          Das Institut für Mikroelektronik und das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart hat die WRS in diesem Jahr bei der Einreichung eines Projektantrags zur Validierung des Einsatzes von Photonik-Chips unterstützt. Photonische Chips nutzen Licht für den Datentransport und gelten durch ihren geringen Strombedarf als Zukunftstechnologie der Industrie.

          Die WRS hat das Community Management der KI-Allianz Baden-Württemberg, das bei der WRS angesiedelt ist, weiter ausgebaut, Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vernetzt und den Austausch in der Region Stuttgart intensiviert. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Förderung nachhaltiger und ethischer KI-Anwendungen – wie zum Beispiel bei der „KI-Challenge“ im Juli, bei der sechs Regionen unter dem Motto „Green AI – Leben im Klimawandel“ an nachhaltigen Lösungen arbeiteten. Die WRS ist Teil der KI-Allianz Baden-Württemberg und unterstützt die Arbeit vor allem in der Region Stuttgart.

          Sicherung des industriellen Innovationspotenzials

          Über das Technologietransfer-Angebot vermittelte die WRS 2025 erneut mehrere Kontakte zwischen Unternehmen und leitete Kooperationen ein. Unter anderem brachte die WRS regionale Unternehmen mit einem Robotikhersteller zusammen. Ein Unternehmen der Quantentechnologie vernetzte sie mit der Europäischen Kommission.

          Beim „Serviceforum“ der WRS kamen im Oktober rund 100 Serviceverantwortliche aus der Industrie unter dem Titel „Service 24/7 weltweit“ ins Geno-Haus nach Stuttgart. Zu den Schwerpunkten gehörten dieses Mal Anforderungen an heutige Serviceleistungen. Vorgestellt wurden auch globale Servicekonzepte und KI-Agenten im Kundenservice.

          Mehrere Netzwerktreffen standen in diesem Jahr für Mitglieder des „Serviceverbunds Region Stuttgart“ an, einer Initiative der WRS und regionaler mittelständischer Unternehmen. Die Mitglieder haben sich zum Beispiel bei Maschinenbau-Unternehmen in Kirchheim und Nürtingen getroffen und waren bei einer Jobmesse in Stuttgart vertreten. Der Serviceverbund verfolgt das Ziel, das Berufsbild des Servicetechnikers bekannter und attraktiver zu machen.

          Im Rahmen des „European Robotics Forum“, das erstmals in der Region Stuttgart stattfand und rund 1.500 Fachleute aus ganz Europa nach Stuttgart brachte, organisierte die WRS zwei Bustouren zu regionalen Robotik-Herstellern (mehr dazu hier). Rund 120 Besucher*innen des Forums erhielten so spannende Einblicke in neue Einsatzbereiche von Robotern.

          Die WRS hat die Reihe „DENKBAR – Zukunft jetzt“ mit zahlreichen Veranstaltungen fortgeführt. Hervorzuheben ist ein Treffen im Januar unter dem Titel „Digitalisierung statt Verlagerung: Zukunftssichere Produktion in Deutschland“ sowie ein Webcast im November zu Energiekosten und deren Reduzierung mithilfe von KI-gestützten Verbrauchsprognosen. In der Reihe „DENKBAR – Zukunft jetzt“ berichten Unternehmer*innen über aktuelle Herausforderungen und zeigen dabei, wie sie die Zukunft ihrer Unternehmen aktiv gestalten.

          Im Bereich Ideenmanagement hat die WRS erneut mehrere „Ideenzirkel“ organisiert – wie im Februar, bei dem die WRS mit 35 Teilnehmenden über eine schnellere und effektivere Entwicklung von Ideen zum marktfähigen Produkt mithilfe von KI diskutiert hat.

          Um Chancen und Herausforderungen in der wachsenden Verteidigungsindustrie ging es im Oktober bei einer Veranstaltung der WRS im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Rund 160 Unternehmensvertreter*innen informierten sich über Besonderheiten der Verteidigungsbranche. Drei Unternehmen unterschiedlicher Größe teilten ihre Praxiserfahrungen und diskutierten auf dem Podium mit Dr. Nils Schmid, dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums der Verteidigung.

          Transformation in Fahrzeug- und Maschinenbau vorantreiben

          Die WRS richtete in diesem Jahr regelmäßige Treffen für Unternehmen der Automotive- und Maschinenbaubranche aus im Rahmen des Transformationsnetzwerks „Cluster Automotive Region Stuttgart 2.0“ (CARS 2.0). Gemeinsam mit der IHK Region Stuttgart, der Handwerkskammer Region Stuttgart, dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V., der IG Metall und assoziierten Partnern hat die WRS so die Automotive- und Maschinenbaubranche in den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb unterstützt.

          Zum „Transformations-Gipfel 2025“ kamen auf Einladung von „CARS 2.0“ im Juli rund 150 Gäste, um an interessanten Fachvorträgen und interaktiven Workshops teilzunehmen und praktische Anwendungen und Trends aus dem Fahrzeug- und Maschinenbau kennenzulernen.

          Für die Neuansiedlung internationaler Start-ups unterstützte „CARS 2.0“ zwei Runden des „Startup Welcome Package“ (mehr dazu hier), das Tech-Start-ups in die Region Stuttgart bringt und mit regionalen Unternehmen vernetzt. Regelmäßig wurden zudem das „Cybersecurity Region Stuttgart Meetup“ (mehr dazu hier) mit Themen rund um Cybersicherheit sowie das „TecNet ConnectedCar“ durchgeführt, das sich unter anderem mit der Weiterentwicklung eines autonomen Linienverkehrs beschäftigt.

          Zur Unterstützung regionaler Start-ups war das Transformationsnetzwerk „CARS 2.0“ in diesem Jahr auf zahlreichen Messen präsent – wie dem European Robotics Forum, der hy-fcell und der Hannover Messe.

          „CARS 2.0“ ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördertes Projekt und läuft bis Dezember 2026.

          cars.region-stuttgart.de

          Neue Entwicklungen in der IT-Wirtschaft unterstützen

          Das Netzwerk rund um Mikrosysteme und Sensorik (davor IT-Hardware genannt) baute die WRS in diesem Jahr weiter aus. Im Februar lud sie gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen zum „Mikroelektronik-Tag“ ein, bei dem 30 Expert*innen namhafter Unternehmen der Region sich vernetzten und zu Chip-Designs austauschten. Partnerin war die WRS beim „Applied Deep Tech Fest NXTGN“ im Mai, das vielversprechende Start-ups aus den Bereichen Quantentechnologie, Halbleiter und Robotik mit Unternehmen und Investor*innen zusammenbrachte. Zu den „Future Industry Talks“ im September kamen über 40 Teilnehmende aus der Industrie ins Institut für Mikroelektronik Stuttgart. Dabei ging es um Einsatzmöglichkeiten von Chiplets und Quantensensoren.

          Die WRS hat zudem in diesem Jahr einen Clusterreport zu IT anfertigen lassen. Der Report benennt entscheidende Kompetenzfelder der regionalen IT-Branche und zeigt die Stärken am Standort. Durch die neu gewonnenen Erkenntnisse des Clusterreports soll die regionale IT-Branche kontinuierlich gestärkt, Innovationspotenziale sollen gehoben und konkrete Maßnahmen entwickelt werden.

          Im Rahmen des „Startup Welcome Package“ der WRS legte eine Runde des Programms den Schwerpunkt auf die Branche IT-Hardware. So konnten im November acht internationale Start-ups in die Region Stuttgart eingeladen und mit regionalen Tech-Unternehmen vernetzt werden. Ein passender Rahmen dafür war das „Hi Tech! Match“, bei dem es im November auch eine Pitch-Session mit Start-ups, Unternehmen und Investor*innen gab.

          Die WRS und der Verband Region Stuttgart unterstützten in diesem Jahr erneut die Messe und Konferenz Quantum Effects inhaltlich und finanziell. Mit der Quantum Effects hat die Messe Stuttgart ein Forum etabliert, um ein europäisches Ökosystem zur Quantentechnologie aufzubauen und eine Verbindung zwischen Wissenschaft, Start-ups und Wirtschaft zu herzustellen.

          Um die Nachhaltigkeit in der IT zu stärken, initiierte die WRS im September zum dritten Mal den „Green AI Day“ zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart. Rund 350 Interessenten tauschten sich unter anderem zu KI und Regulatorik, Ressourceneffizienz und Bildung aus. Ziel des „Green AI Day“ ist es, Akteur*innen zu vernetzen, die Sichtbarkeit des Green-AI-Ökosystems in der Region Stuttgart zu erhöhen und Anstoß für weitere Forschung und Kooperation zu geben.

          Auch in diesem Jahr organisierte und unterstützte die WRS Netzwerktreffen zu vielfältigen IT-Themen, wie zum Beispiel Cybersecurity, künstliche Intelligenz, Cloud Native und Green IT. Ende Juni fand wieder der „Scrum-Day“ statt, bei dem die WRS Partnerin ist. Dieses Mal stand agile Organisationsentwicklung und agiles Management im Mittelpunkt. Zum ersten Mal wurden die „Conversational AI Days“ in Böblingen zu KI-Agents und Chatassistenten durchgeführt.

          Mit zwei neuen Filmen führte die WRS die Reihe „Digithoughts“ fort. Eine Journalistin und eine Community Managerin der KI-Allianz Baden-Württemberg teilen in den Filmen ihre Gedanken zur digitalen Zukunft. Mit den Filmen stärkt die WRS das Image des IT-Standorts Region Stuttgart und zeigt kreative Köpfe der Region. Über Social-Media-Kanäle der WRS wurden die Filme verbreitet.

          Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

          Mehr Informationen

          Regionale Kompetenzzentren

          Mit den regionalen Kompetenzzentren verfolgt die WRS das Ziel, Akteur*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft der Region Stuttgart in einem regionalen Netzwerk zusammenzuführen. In der Region Stuttgart beteiligen sich etwa 450 meist kleine und mittlere Unternehmen und rund 40 wissenschaftliche Einrichtungen. Die WRS unterstützt vier regionale Kompetenzzentren aktiv:

          Das Kompetenznetzwerk für industrielle Bauteil- und Oberflächenreinigung Leonberg (CEC) hat in diesem Jahr eine Umfrage zur Marktentwicklung in der Technischen Sauberkeit durchgeführt. Die Erhebung liefert wichtige Kennzahlen sowie künftige Handlungsfelder in der Technischen Sauberkeit. Zudem hat das CEC einen Gemeinschaftsstand auf der „parts2clean“ organisiert, der internationalen Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung in Stuttgart. Der Arbeitskreis „Reinigungsverfahren“ hat in mehreren Sitzungen eine Orientierungshilfe für industrielle Anwender von Reinigungsverfahren erarbeitet. 

          Das Packaging Valley Germany (PV) hat im Juli einen Nachhaltigkeitstag bei der Herma GmbH in Filderstadt durchgeführt und sich mit Teilnehmenden die Frage gestellt, wie Verpackungsmaschinen und ihre Wertschöpfungsketten künftig nachhaltiger werden. Beim „Makeathon“ im Oktober haben über 50 Studierende zusammen mit Auszubildenden und Fachkräften aus dem Verpackungsmaschinenbau an Ideen zu Aufgabenstellungen aus den Unternehmen rund um die Themen KI, Robotik und Digitalisierung getüftelt.

          Das Virtual Dimension Center (VDC) richtete im Mai erneut die XR-Expo aus, dieses Mal in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg. Die XR-Expo ist ein internationales Tech-Event für XR-Technologien und professionelle Anwendungen von Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) für Unternehmen. Zudem hat das VDC in Kooperation mit dem Transformationsnetzwerk „CARS 2.0“ den „XR-Anwendungsatlas“ erstellt, der konkrete Anwendungsbeispiele für XR-Technologien in der Industrie aufzeigt.

          Das Deutsche Zentrum für Satellitenkommunikation (DeSK) hat im Juni Expert*innen der Satellitenkommunikation zu einem Workshop in die Region Stuttgart eingeladen und mit ihnen über eine steigende Relevanz von Satellitentechnologien auf nationaler und europäischer Ebene gesprochen. Beim „Wochenendsymposium“ im Herbst konnten sich erneut Abiturjahrgänge regionaler Gymnasien mit Vertreter*innen der Mitgliedsunternehmen austauschen, um Berufe der Satellitenkommunikation kennenzulernen.

          Nachhaltige Nutzung von Ressourcen vorantreiben

          Die Folgen des Klimawandels verstärken sich von Jahr zu Jahr. Daraus resultieren zunehmend neue Herausforderungen, mit denen die Gesellschaft wie auch Unternehmen der Region Stuttgart einen Umgang finden müssen. Innovative technologische Ansätze können dabei helfen, ein Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie herzustellen und bieten gleichzeitig neue Perspektiven und Chancen.

          Um der regionalen Wirtschaft zu ermöglichen, diese Potenziale zu nutzen und die Region weiterhin erfolgreich und lebenswert zu gestalten, initiiert die WRS verschiedene Projekte. Sie informiert Unternehmen über ressourcenschonende Ansätze in den Bereichen alternative Antriebe, betriebliche Mobilität, Bauen der Zukunft und Umwelttechnologien. Zudem unterstützt die WRS Unternehmen ganz konkret auf ihrem Weg hin zu einem nachhaltigen Wirtschaften.

            Alternative Antriebe und neue Mobilitätsformen

            Die WRS hat im Oktober erneut gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg den hy-fcell-Award in den Rubriken Start-ups, Forschung sowie Produkt und Markt vergeben. Der Award ist mit 30.000 Euro dotiert und wird jährlich auf der führenden Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Messe hy-fcell verliehen.

            Im Rahmen des Transformationsnetzwerks „CARS 2.0“ (mehr dazu hier) waren in diesem Jahr elf internationale und regionale Start-ups auf der hy-fcell dabei. Am Stand der WRS stellten sie an zwei Tagen ihre Projekte aus der Wasserstoffwirtschaft vor und präsentierten sich auch in der „Start-up-Area“ der Messe.

            ©Messe Stuttgart

            Nachhaltiges Mobilitätsmanagement

            Am „Regionalen Impulsprogramm Betriebliches Mobilitätsmanagement“ der WRS haben sich in diesem Jahr vier Unternehmen, drei Kommunen, eine Landkreisverwaltung und ein Verein beteiligt, die insgesamt rund 5.000 Beschäftigte repräsentieren. Die Teilnehmer*innen führten unter anderem Befragungen sowie Fuhrpark- und Wohnstandortanalysen in ihren Organisationen durch und setzten erste Maßnahmen um, wie zum Beispiel die verstärkte Nutzung von öffentlichem Personennahverkehr durch Beschäftigte. Das Impulsprogramm ist eine Workshop-Reihe und richtet sich an Unternehmen, Kommunen und Einrichtungen, die ihre Pendelverkehre, Dienstreisen und den Fuhrpark nachhaltig verbessern wollen.

            Die WRS organisierte in diesem Jahr auch regelmäßige Netzwerkveranstaltungen zum Mobilitätsmanagement für Kommunal- und Landkreisverwaltungen sowie Unternehmen, Kliniken und Hochschulen. Im November hat sie Arbeitgeber*innen zum Thema „Elektromobilität & Fuhrpark“ eingeladen.

            Der „Regionale Jour Fixe“ informierte im Mai 40 Vertreter*innen zu den Ergebnissen einer von der WRS durchgeführten Kommunenbefragung zu betrieblichem Mobilitätsmanagement. Diskutiert wurde auch die Frage, wie Wirtschaftsförderungen betriebliches Mobilitätsmanagement stärker in Kommunen der Region Stuttgart bringen können.

            Mit der Interview-Reihe „Den Wandel gestalten“ stellt die WRS erneut Mobilitätsverantwortliche aus regionalen Unternehmen und Kommunen vor. In diesem Jahr bereicherte die Mobilitätsverantwortliche des Stuttgarter Flughafens die Reihe mit spannenden Einblicken zur täglichen An- und Abreise von Fluggästen und Beschäftigten.

            Bauen und Städte der Zukunft gestalten

            Das 6. „Symposium Zukunft Bauen“ stand im Oktober unter dem Motto „Mensch – Material – Maschine“. Rund 150 Architekt*innen, Baustoffhersteller*innen und Wissenschaftler*innen kamen auf die Messe Stuttgart, um über den Wandel in der Bauwirtschaft und die Zukunft des Bauens zu sprechen. Das „Symposium Zukunft Bauen“ richtete die WRS mit der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH aus.

            Die WRS unterstützte erneut den „Groundbreakers Accelerator“ an der Hochschule für Technik Stuttgart, der innovative regionale und auch überregionale Start-ups mit etablierten Bauunternehmen zusammenbringt. Im Oktober stellten Start-ups beim „Groundbreakers Summit“ ihre Ideen zu den Themen Bauwirtschaft und Baustoffe vor Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Start-up-Szene vor.

            Umwelttechnologien fördern

            Der Bau der Wasserstoff-Pipeline zwischen Stuttgart und Esslingen hat begonnen. Spatenstich für den Aufbau des Wasserstoff-Hubs im Hafen Stuttgart war im April. Errichtet werden bis zu vier Elektrolyseure zur Erzeugung von grünem Wasserstoff sowie Verdichter, Speicher und Trailer-Abfüllstationen für den Transport von Wasserstoff. Mit der Pipeline wird die Region Stuttgart in Zukunft mit grünem Wasserstoff versorgt. Ein Verteilernetzwerk wird zum Beispiel für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aufgebaut. Der Wasserstoff wird dabei per Elektrolyse aus erneuerbaren Energien zunächst am Hafen Stuttgart hergestellt. Anfallende Abwärme wird künftig bei der Wasserstoff-Produktion für die Wärmeversorgung von benachbarten Gebäuden und Quartieren genutzt. Die Pipeline ist Teil des Förderprojekts „H2 GeNeSiS“, das die WRS gemeinsam mit Partnern betreut.

            Die WRS führt das Projekt „BioCORES“ fort, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Dafür hat sie unter anderem zu Netzwerktreffen eingeladen, über Förderprogramme informiert und neue Austauschformate wie etwa den „Bioökonomie-Lunch“ zu Themen der Bioökonomie initiiert. Das Projekt läuft bis 2027 und unterstützt regionale Unternehmen sowie Kommunen dabei, mit nachwachsenden Rohstoffen zu wirtschaften und neue Geschäftsfelder für sich zu erschließen.

            Im Rahmen von „BioCORES“ hat die WRS auch mit regionalen Partnern eine Ladenfläche in der Stuttgarter Königstraße gemietet. Daraus wurde der sogenannte „Pop-up Space Region Stuttgart RE:THINKING“, der Unternehmen, Start-ups und Hochschulen der Region Stuttgart von Mai bis September ermöglichte, ihre kreislauffähigen Geschäftsmodelle öffentlich vorzustellen (mehr dazu hier). Abwechslungsreiche Fachvorträge, Repair-Cafés und von regionalen Hochschulen organisierte Workshops ergänzten das Programm im Pop-up Space.

            Das „New Food Festival“ versammelte im März rund 400 Teilnehmer*innen und 50 internationale und regionale Aussteller*innen an der Universität Hohenheim zu aktuellen Trends im Lebensmittel- und Agrarsektor. Die WRS ist Mitorganisatorin des „New Food Festival“.

            Zum Thema Photovoltaik (PV) führt das Photovoltaik-Netzwerk Region Stuttgart in diesem Jahr 73 Informationsveranstaltungen und Solarkarawanen in der Region Stuttgart mit rund 3.000 Teilnehmer*innen durch. Die WRS organisierte auch vier PV-Konsortialtreffen und leitete fünf PV-Checks mit dem Ziel, den Ausbau von Photovoltaikflächen an Gewerbeimmobilien sowie privaten und öffentlichen Gebäuden voranzutreiben. Neben Beratungstagen an Marktplätzen und Messebeteiligungen wurden auch Fachvorträge zu Photovoltaik abgehalten.

            Unternehmen auf dem Weg in die Nachhaltigkeit unterstützen

            Beim „Netzwerktreffen der Nachhaltigkeitsmanager*innen der Region Stuttgart“ der WRS und der Landeshauptstadt Stuttgart waren im Juni rund 55 Teilnehmer*innen dabei, um sich über aktuelle Trends auszutauschen. Ein Impuls von Bertram Stern, Geschäftsführer von Bosch Climate Solutions, bereicherte das Netzwerktreffen.

            Zudem initiierte die WRS in diesem Jahr eine dreiteilige Workshop-Reihe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum Einstieg in die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung. Teilnehmer*innen lernten unter anderem, wie sie nachhaltiges Handeln im Unternehmen erfassen und transparent kommunizieren.

            Unternehmertum und Kreativität fördern

            Die Region Stuttgart ist bekannt für ihre dynamische Start-up-Szene. Unternehmensgründungen und neue Geschäftsideen spielen daher eine entscheidende Rolle für die regionale Innovationskraft. Wichtig sind auch Gründungen aus Hochschulen. Viele Start-ups sind auf Unterstützung angewiesen – für einen erfolgreichen Start und nachhaltiges Wachsen. Die WRS vermittelt deshalb Kompetenzen und Kontakte, macht auf Fördermöglichkeiten aufmerksam und arbeitet mit regionalen Start-up-Initiativen zusammen.

            Ökonomisch höchst bedeutsam ist die regionale Kreativwirtschaft. Sie ist einerseits eng mit klassischen Industriezweigen verwoben, denn viele Kreativ-Unternehmen arbeiten mit Firmen aus Automotive, Maschinenbau oder IT zusammen, wie in den Bereichen Design oder Eventmanagement. Damit treibt die Kreativbranche wichtige Transformationsprozesse voran. Andererseits ist die regionale Kreativwirtschaft selbst mit allen ihren Teilbranchen gut aufgestellt. Diese unterstützt die WRS gezielt, während die Film Commission Region Stuttgart und das Pop-Büro Region Stuttgart speziell die Film- und Musikindustrie betreuen.

              Start-ups stärken

              Bereits in der 14. Runde hat die WRS, zusammen mit dem Start-up Center der Hochschule der Medien und dem Impact Hub Stuttgart, in diesem Jahr das Förderprogramm „New Sandbox“ betreut. Das mehrmonatige Trainings- und Mentorenprogramm richtet sich an Gründer*innen aus Baden-Württemberg mit dem Ziel, vielversprechenden Start-ups bei der Etablierung ihrer Geschäftsideen zu helfen. Die „New Sandbox“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

              Zudem unterstützte die WRS in diesem Jahr weitere Start-up-Förderprogramme: Während der „M.Tech Accelerator“ junge Start-ups mit dem Fokus auf Mobilität, Produktion und Engineering fördert, unterstützt der „Groundbreakers Accelerator“ Start-ups aus der Bauwirtschaft. Bei der „Match Arena“, organisiert von der Innovationsplattform NXTGN, war die WRS Partnerin und hat internationale Start-ups mit Akteur*innen der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft vernetzt. Vielversprechende Start-ups aus den Bereichen Quantentechnologie, Halbleiter und Robotik versammelte das „Applied Deep Tech Fest“ von NXTGN im Mai, bei dem die WRS Partnerin war.

              Die WRS hat im Oktober den „Region Stuttgart Hochschulpreis 2025“ für das innovativste Hochschul-Start-up vergeben. In diesem Jahr gingen 18 Bewerbungen aus sechs Hochschulen der Region Stuttgart ein. Im Gründungsteam muss mindestens ein*e Studierende*r oder Absolvent*in einer Hochschule der Campus Region Stuttgart sein.

              Das „Startup Welcome Package“ (mehr dazu hier) der WRS brachte in diesem Jahr rund 25 internationale Start-ups aus den Bereichen Automotive, Mikrosysteme und Sensorik in drei Runden in die Region Stuttgart. Das Programm ist Teil der internationalen Standortmarketingkampagne „High Tech!“. Es macht die Region Stuttgart bei internationalen Start-ups bekannt und bringt regionale Unternehmen mit Investor*innen zusammen. Zum Programm, das die WRS mit Partnern organisiert, gehört unter anderem ein zehntägiger Aufenthalt in der Region Stuttgart.

              Bei vier Foren des Business Angels Region Stuttgart e. V. (BARS) erhielten in diesem Jahr 20 Start-ups die Möglichkeit, die Business Angels von ihren Geschäftsideen zu überzeugen. Dazu wurden auch vielseitige Workshops durchgeführt, unter anderem zum Thema Wachstum und Investment Management. Im November reiste eine regionale Start-up-Delegation nach London, um dortige innovative Start-ups kennenzulernen und Kontakte in die Londoner Start-up-Szene zu knüpfen. BARS fördert regionale Gründungen mit Beteiligungskapital, Know-how und Kontakten und treibt die Vernetzung innerhalb des Start-up-Ökosystems voran. Die Geschäftsstelle von BARS ist bei der WRS angesiedelt. Sie vermittelt Investor*innen und Expert*innen, berät Start-ups, organisiert Pitches und begleitet Finanzierungsgespräche.

              Kreativwirtschaft fördern

              Zur „Creatives Night – magic bus“ tourte die WRS in diesem Jahr mit rund 120 Teilnehmenden in zwei historischen Bussen durch die Region Stuttgart. Auf beiden Touren stellten sich jeweils vier Kreativ-Unternehmer*innen vor und berichteten von ihrer Arbeit.

              Beim Kongress „Next Frontiers – Applied Fiction Days“ kamen im Juni Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus der Wirtschaft mit Science-Fiction-Autor*innen zusammen. Im Mittelpunkt des Kongresses standen in diesem Jahr die Themen Robotik, Klimaerwärmung und Quantentechnologie. Einmal im Jahr geht der Kongress der Frage nach, welche Ideen aus fiktionalen Medien auf heutige Innovationsentwicklungen übertragen werden können. Die WRS unterstützt den Kongress.

              Im Juni war die WRS erstmals Teil der Zukunftskonferenz „Futuromundo“. Unter dem Titel „Kompetenzen für eine kreative Zukunft“ gab sie Einblicke in das EU-Projekt „Cyanotypes“, an dem die WRS mitarbeitet (mehr dazu hier). Passend dazu referierte der bekannte Speaker David Shing unter dem Titel „CARS 2.0 TecNet Digitalisierung“ zu visionären Technologien der Mobilität und zu digitalen Zukunftskompetenzen.

              Die WRS hat in diesem Jahr zusammen mit Unternehmer*innen und jungen Menschen ein Evaluierungstool im Rahmen des EU-Projekts „Greenpact“ entwickelt. Mithilfe des Evaluierungstools können Unternehmen der Kreativwirtschaft und der Tourismusindustrie jetzt analysieren, wie nachhaltig sie wirtschaften und in welchen Bereichen Verbesserungspotenziale liegen. „Greenpact“ ist ein EU-gefördertes Projekt, bei dem junge Menschen, Studierende, Unternehmer*innen und Kreativschaffende europaweit an Trainingsprogrammen für verantwortungsvolles Wirtschaften teilnehmen.

              Die WRS war als Partnerin der Baden-Württemberg International GmbH erneut Teil einer Delegation auf der „South by Southwest“ (SXSW) in Texas. Die WRS ermöglichte vier Kreativ-Unternehmen und zwei Musikbands der Region Stuttgart mit zur „SXSW“ zu reisen (mehr dazu hier). Von den Eindrücken des größten Kreativ- und Tech-Festivals der Welt berichteten die Mitreisenden der Delegation beim „SXSW 2025 Report“ im Rahmen der „About Pop 2025“ (mehr dazu hier). Dazu kamen rund 150 Interessent*innen ins „Im Wizemann“ nach Stuttgart.

              Akteur*innen aus den Bereichen Design und Kreativität gingen beim „EU Design Day“ 2025 im Mai in Brüssel der Frage nach, wie sich künstliche Intelligenz und digitales Design ergänzen. Gesprochen wurde auch über Parallelen von Ökodesign und biobasierten Materialien. Die WRS ist Mitorganisatorin des „EU Design Day“.

              Das Kreativ-Magazin „Rekorder“ stellte in diesem Jahr erneut Unternehmen und Kreativschaffende der Region Stuttgart vor und widmete sich aktuellen Themen aus der Kreativwirtschaft. Die erste Ausgabe thematisierte, wie Mitarbeiter*innen mit passenden Fähigkeiten gefunden werden können. In den weiteren Ausgaben des Jahres ging es unter anderem um traditionelles Handwerk in der Kreativwirtschaft, internationale Projekte mit regionaler Beteiligung und das Thema Stil. Eine Besonderheit des „Rekorder“ ist, dass jede Ausgabe von einer anderen regionalen Agentur gestaltet wird.

              Zudem ist seit diesem Jahr der „Kreativatlas Region Stuttgart“ der WRS online. Genutzt werden kann er von Unternehmen, die einen kreativen Auftrag zu vergeben haben und dafür einen passenden Dienstleister aus der Kreativbranche suchen. Der Kreativatlas listet über 4.800 regionale Unternehmen.

              Filmwirtschaft fördern

              Die Film Commission Region Stuttgart der WRS unterstützte in diesem Jahr zahlreiche Filmproduktionen wie die Krimi-Reihe „SOKO Stuttgart“, den Kinofilm „Der beste Vater der Welt“ und mehrere Dokumentarfilme. Die Film Commission beriet unter anderem bei der Standortsuche, unterstützte bei Genehmigungsverfahren und vernetzte mit Dienstleistern der Region Stuttgart.

              Auf der Berlinale im Februar war das Team der Film Commission Teil des Gemeinschaftsstands Region Stuttgart. Neben dem Filmstandort Region Stuttgart wurde auch das Projekt „Digital Locations“ vorgestellt, das Drehorte visualisiert und das die Film Commission mit dem Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg weiterentwickelt.

              Das Postkartenset „Krimi“ zeigte dieses Jahr elf Motive potenzieller Drehorte für das „perfekte Verbrechen“ in der Region Stuttgart – unter anderem mit dem Züblin-Parkhaus in Stuttgart und dem Pleidelsheimer Wasserkraftwerk. Die Postkartensets, die jedes Jahr ein anderes Motto aufgreifen, machen auf die vielfältigen Drehorte in der Region Stuttgart aufmerksam.

              Zudem richtete die Film Commission in diesem Jahr erneut zahlreiche Vernetzungsveranstaltungen mit spannenden Themen aus: Beim „Filmstammtisch“ tauschten sich Akteur*innen der Branche zu aktuellen Trends und der Weiterentwicklung der regionalen Filmbranche aus. Die Weiterbildungsreihe „Montagsseminare“ beschäftigte sich unter anderem mit Risikomanagement und „Writers Rooms“. Das Werkstattgespräch im Rahmen des Branchentreffs „DOKVILLE“ führte dieses Mal zur mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Stuttgarter Produktionsfirma Böller und Brot.

              Musikwirtschaft fördern

              Die „About Pop 2025“, ein Mix aus Festival und Convention für Popkultur, Musikwirtschaft, Jugendkultur und Nachtleben, versammelte im Mai zahlreiche Akteur*innen der Branche. An zwei Tagen kamen über 5.000 Gäste, 46 Bands, 150 Speakerinnen in 24 Locations der Region Stuttgart, um Konzerte zu hören, an Workshops teilzunehmen und sich auch zu gesellschaftlichen und ökonomischen Zukunftsfragen der Musik- und Kulturszene auszutauschen.

              Ein weiteres Highlight war im Sommer die zweite Ausgabe von „The Littmann Sessions: eine Pop-Gala“. Das Pop-Büro Region Stuttgart präsentierte dort regionale Musiker*innen und gab ihnen die Möglichkeit, sich in der ausverkauften Stuttgarter Staatsoper zu präsentieren.

              Zudem führte das Pop-Büro Region Stuttgart in diesem Jahr bewährte Projekte erfolgreich fort, wie die Vergabe von Pop-Stipendien, Pop-Webinaren, Jam Sessions und Netzwerktreffen. Verstärkt wurde auch die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partner*innen, wie beim „Reeperbahn Festival“ in Hamburg und bei der „SXSW“ in Texas, zu der das Pop-Büro-Team zwei Bands brachte.

              Gestaltung der Arbeitswelt und Fachkräftesicherung unterstützen

              Die Welt verändert sich permanent – technologisch, ökonomisch, demografisch und gesellschaftlich. Insbesondere der Mensch muss sich laufend an den Fortschritt anpassen, indem er neues Wissen erlangt und neue Fähigkeiten erlernt. Viele kleine und mittlere Unternehmen in der Region Stuttgart stehen dabei vor den Herausforderungen, ihre Mitarbeiter*innen im Transformationsprozess ausreichend zu unterstützen und sie beim Aufbau neuer Kompetenzen zu begleiten. Etliche Personalverantwortliche fragen sich auch, wie sie die Belegschaft langfristig ans Unternehmen binden können und wie eine Strategie für die Personalentwicklung aussehen könnte.

              Die WRS unterstützt deshalb Unternehmen und Personalverantwortliche bei der Gewinnung, Bindung und Qualifizierung von Fachkräften. Sie vernetzt Akteurinnen, sensibilisiert für Trends in Qualifizierung und Weiterbildung und begleitet die regionalen Schlüsselbranchen entsprechend in der Transformation. Dabei fungiert die WRS als zentrale Anlaufstelle für Unterstützungsangebote, vernetzt Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis und schafft Zugang zu internationalen Fachkräften über den Welcome Service Region Stuttgart. Weiter gibt sie Anregungen zu neuen Methoden und unterstützt beim Aufbau eines strategischen Personalmanagements. Um den Dialog in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik zu fördern, vernetzt die WRS relevante Intermediäre.

                Unternehmen im Wandel begleiten

                Bei den zwei „Talente-Foren“ der WRS tauschten sich in diesem Jahr jeweils rund 40 Teilnehmende, Expert*innen und Firmenvertreter*innen aus. Beim ersten „Talente-Forum“ standen Rekrutierung, Förderung und Bindung von Frauen im Fokus, ergänzt durch wissenschaftliche Impulse und Praxisbeispiele zum Umgang mit Fachkräftemangel. Das zweite „Talente-Forum“ widmete sich Zukunftskompetenzen unter besonderer Berücksichtigung von Kreativität, neuen Lernformaten und einer lernförderlichen Kultur in Unternehmen. Das „Talente-Magazin“ vertiefte diese Themen mit Beispielen aus der Unternehmenspraxis.

                Zusammen mit 30 Projektpartnern hat die WRS in diesem Jahr intensiv am von der Europäischen Union geförderten Projekt „TRIREME“ weitergearbeitet. So wurden 29 sogenannte „Skills Cards“ mit neuen Jobprofilen für die Automobilwirtschaft entwickelt. Aufgabe der WRS im EU-Projekt ist es, die Rolle der europäischen Regionen in der Transformation mit herauszuarbeiten und Unternehmen der Region Stuttgart über neu geschaffene Angebote zu informieren. „TRIREME“ beschäftigt sich mit verändertem Kompetenz- und Qualifizierungsbedarf im Automotive-Sektor mit dem Ziel, den Wandel in der Automobilwirtschaft in Europa nachhaltiger und digitaler zu machen. „TRIREME“ läuft bis 2028.

                Die WRS hat in diesem Jahr 25 zukünftige Kompetenzen in der Kreativwirtschaft, unter anderem aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Kollaboration und gesellschaftliche Wirkung, identifiziert und in Lehrpläne überführt. Ein Chatbot erklärt Kreativschaffenden und Intermediären diese Kompetenzen leicht verständlich und hilft dabei, sie in Workshops gezielt weiterzuvermitteln. Mit Kompetenzen in der Kreativwirtschaft beschäftigt sich die WRS als Partnerin des EU-Förderprojekts „Cyanotypes“ mit dem Ziel, diese Stück für Stück in die europäische Wirtschaft und Bildungslandschaft zu integrieren.

                Rekrutierungsservices für Unternehmen

                Im November fand erneut der „IT-Mittelstandstag“ auf dem Campus der Hochschule Esslingen statt. Dort tauschten sich rund 40 kleine und mittlere Unternehmen, davon sechs Start-ups, mit zahlreichen Studierenden der Fächer Informatik und Informationstechnik über Jobperspektiven aus. Die WRS organisierte den jährlichen „IT-Mittelstandstag“ zusammen mit der Hochschule Esslingen und in Kooperation mit dem Transformationsnetzwerk „CARS 2.0“ (mehr dazu hier).

                Die WRS hat zudem mit dem Welcome Service Region Stuttgart zwei „Career Walks“ im Rahmen der Zukunftsmessen Quantum Effects und hy-fcell (mehr dazu hier) organisiert. Mit dabei waren mehrere Unternehmensvertreter*innen und rund 30 Studierende.

                Das Welcome Center Stuttgart, das die WRS zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart betreibt, führte in diesem Jahr über 5.000 Beratungen durch und unterstützte Menschen insbesondere zu den Themen Aufenthalt und Deutschlernen. Personen, die sich beraten ließen, kamen aus über 140 Ländern, am häufigsten aus Indien, der Türkei und der Ukraine. Der Welcome Service Region Stuttgart der WRS beriet zudem über 70 regionale Unternehmen vor allem zu den Themen Einreise und Aufenthaltsbestimmungen internationaler Fachkräfte. Zudem organisierte er in diesem Jahr rund 50 Veranstaltungen für ausländische Bürger*innen, Fachkräfte und Unternehmen, so zum Beispiel mit den Partnern der Fachkräfteallianz zwei Jobmessen für Unternehmen. Rund 1.800 Interessent*innen nahmen daran teil.

                Im Herbst feierte der Welcome Service 10-jähriges Jubiläum der monatlich stattfindenden Sprechstunden in den Landkreisen der Region. Der Welcome Service Region Stuttgart und das Welcome Center Stuttgart haben zudem eine neue Förderung von 2026 bis 2028 durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg erhalten.

                Der Dual Career Service Region Stuttgart der WRS hat in diesem Jahr Veranstaltungen für Unternehmen und Einrichtungen des Dual-Career-Netzwerks organisiert. Das „HR-Business-Frühstück“ in Kooperation mit dem Dual-Career-Netzwerk Raum Heilbronn befasste sich mit Potenzialen von älteren Mitarbeitenden sowie mit KI-Mythen im Arbeitsalltag. Für Personalverantwortliche organisierte der Dual Career Service Region Stuttgart erneut mehrere Informationsveranstaltungen, unter anderem zu gezieltem Recruiting älterer Fachkräfte. Der Dual Career Service Region Stuttgart kümmert sich um den Berufseinstieg für Fachkräfte, deren Partner*innen ein Jobangebot in der Region Stuttgart erhalten haben. Im zugehörigen Netzwerk sind rund 40 Unternehmen und Institutionen aktiv.

                Personalbindung und Personalentwicklung für Unternehmen

                Die Veranstaltungsreihe „Q-Guide live“ fand in diesem Jahr zwei Mal statt: Im März beschäftigten sich rund 60 Teilnehmer*innen mit Qualifizierung und Weiterbildung als Erfolgsfaktor in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Im November ging es um die Arbeitswelt von morgen und wie Unternehmen Weiterbildungsstrategien realisieren – auch im Hinblick auf technische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz. Ergänzend dazu bietet der „Q-Guide Region Stuttgart“ mit seiner digitalen Plattform Unternehmen und Intermediären vielfältige Informationen zu Qualifizierung und Weiterbildung für Mitarbeitende vorrangig aus Automobil- und Maschinenbau.

                Die WRS koordiniert den „Q-Guide Region Stuttgart“ zusammen mit den Partnern der Fachkräfteallianz Region Stuttgart und weiteren Akteuren aus den Bereichen Weiterbildung, Clustermanagement und Innovationsförderung (mehr dazu hier). Zusammengefasst werden alle Akteur*innen im Weiterbildungsverbund Region Stuttgart.

                Die WRS hat gemeinsam mit Partnern des Weiterbildungsverbunds Region Stuttgart und dem Regionalbeauftragten für Weiterbildung und Qualifizierung in diesem Jahr die „Charta 2.0 – Im Strukturwandel auf Zukunftskompetenzen und auf Mentalität setzen“ verabschiedet. Mit der Charta bestärken die Verfasser*innen die hohe Bedeutung von Weiterbildung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Transformation der Automobilwirtschaft und des Maschinenbaus. Die Charta richtet sich an Regionalpolitiker*innen.

                Den Dialog in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik stärken

                Mit Partnern der Fachkräfteallianz Region Stuttgart und Regionalparlamentarier*innen hat sich die WRS im Oktober zu „Personalabbau & Fachkräftemangel – Arbeitsmarkt im Wandel, regionale Politik im Zugzwang“ ausgetauscht. Das Treffen hat aktuelle Themen der Fachkräftesicherung in den politischen Diskurs eingebracht und regionale Lösungsansätze aufgezeigt.

                Bei der WRS ist die Koordinierungsstelle der Fachkräfteallianz verortet. Themenschwerpunkte der Allianz waren in diesem Jahr Weiterbildung, internationale Fachkräfte, Zuwanderung, Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die Entwicklung von Arbeitsmarktdrehscheiben. In der Fachkräfteallianz Region Stuttgart haben sich die relevanten regionalen Akteur*innen der Fachkräftesicherung zusammengeschlossen.

                Standort positionieren

                Die Region Stuttgart ist mit ihren 179 Kommunen ein international ausgerichteter und zukunftsträchtiger Standort mit hoch qualifizierten Fachkräften. Sie beheimatet renommierte Unternehmen, innovative Start-ups und angesehene Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. In den fünf Landkreisen der Region Stuttgart und der Landeshauptstadt Stuttgart lässt es sich hervorragend arbeiten und leben.

                Die WRS zeigt dieses Zusammenspiel zwischen hoch technologisierten Arbeitsplätzen, Karrieremöglichkeiten und hoher Lebensqualität über diverse Ausspielwege und erhöht so die Sichtbarkeit des Wirtschaftsstandorts Region Stuttgart. Internationale Start-ups spricht sie über die Standortmarketingkampagne „Hi Tech!“ an. Um über WRS-Angebote, WRS-Services und WRS-Meldungen zu informieren, nutzt sie mehrere Unternehmenskanäle.

                Wichtig für den Wirtschaftsstandort ist auch die Europäische Union. Die WRS und der Verband Region Stuttgart setzen sich gemeinsam für das regionale Europa-Engagement ein und arbeiten hierzu an den Schwerpunkten Standortmarketing, Vernetzung, Information, Interessenvertretung sowie EU-Förderprojekten. Mit ihrem Europabüro in Brüssel vertritt die WRS die Interessen der Region Stuttgart und leitet wiederum europäische Neuerungen in die Region weiter.

                  Kommunikation der WRS-Services

                  Die WRS und ihr Geschäftsführer Michael Kaiser waren in diesem Jahr erneut gefragte Gesprächspartner bei Medienschaffenden zu Zukunftsthemen und wirtschaftlichen Einordnungen zur Region Stuttgart. Daraus und aus rund 15 Pressemitteilungen an regionale und überregionale Redaktionen entstanden etwa 115 Presseartikel über die Tätigkeiten und Angebote der WRS.

                  Über die Social-Media-Kanäle erreichte die WRS in diesem Jahr kontinuierlich mehr Nutzer*innen mit ihren Angeboten und Botschaften. Auf ihrem LinkedIn-Profil informierte die WRS rund 5.600 Follower*innen mehrmals pro Woche über WRS-Termine und berichtete im Nachgang über diese. Auch Services für Unternehmen und Kommunen verbreitete die WRS über Social Media und spielte diese neben LinkedIn auch auf Facebook und Instagram aus. Zusätzlich informierte sie ihre Zielgruppen über den monatlich erscheinenden WRS-Newsletter und ihre Webseite.

                  Mit Veranstaltungen und Beratungsangeboten ist die WRS in diesem Jahr mit ihren unterschiedlichen Zielgruppen direkt in Austausch gegangen. So war sie auf Kongressen und Messen – häufig in Kooperation mit relevanten Akteuren – präsent und erhöhte die Sichtbarkeit ihrer Angebote.

                  Kommunikation des Standorts

                  Die Social-Media-Kanäle „Deine Region Stuttgart“ auf Instagram, Threads, Facebook und Tiktok erreichten in diesem Jahr ein noch größeres Publikum. Zum Beispiel wurden Studierende filmisch einen Tag in ihrem Studienalltag begleitet und ansprechende Gewinnspiele durchgeführt (mehr dazu hier). Durch das Reposten von Bildern vermittelte die WRS einen Eindruck über das Leben und Arbeiten in der Region Stuttgart. Aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft veröffentlichte die WRS über die Website region-stuttgart.de und berichtete mit den „Erfolgsgeschichten“ über interessante regionale Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle.

                  Mit der Standortmarketingkampagne „Hi Tech!“ hat die WRS in diesem Jahr über acht Millionen internationale Tech-Start-ups und Tech-Fachkräfte erreicht. Zahlreiche regionale Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich der Kampagne angeschlossen. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Kampagne lag auf der Ansprache von Forschenden aus den USA. Zudem vernetzt die WRS seit diesem Jahr internationale Tech-Start-ups, Fachkräfte und Wissenschaftler*innen auf LinkedIn. Der im Frühjahr gestartete LinkedIn-Kanal informiert auch zur Lebensqualität und berichtet über Technologien, Erfolgsgeschichten und Karrieremöglichkeiten in der Region Stuttgart.

                  Über 25 internationale Tech-Start-ups unter anderem aus Brasilien, Israel, El Salvador und Polen wurden von der WRS in drei Programmrunden zum „Startup Welcome Package“ eingeladen, um das regionale Ökosystem kennenzulernen. Beim „Hi Tech! Match“ trafen die Start-ups direkt auf Unternehmen, Innovationspartner*innen und Investor*innen aus der Region Stuttgart (mehr dazu hier).

                  Im neuen „Haus des Tourismus“ in Stuttgart macht die WRS seit diesem Jahr den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort in Ergänzung zum Tourismusstandort erfahrbar. Ein Film zeigt dort die Potenziale des Standorts für Fachkräfte und eine Ausstellung präsentiert regionale Schlüsseltechnologien.

                  Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

                  Mehr Informationen
                  https://www.youtube.com/watch?v=9-QQl-eRDd0

                  Die Region Stuttgart in Europa und international vertreten

                  Die WRS und der Verband Region Stuttgart informierten in diesem Jahr wieder über die wichtigsten EU-Förderprogramme für Kommunen der Region Stuttgart. Im März und November ging es beispielsweise um Förderprogramme der Kreativwirtschaft sowie das EU-Förderprogramm „Erasmus+“, das allgemeine und berufliche Bildung fördert. Mit der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr und dem Landratsamt Rems-Murr-Kreis hat die WRS zu einer Podiumsdiskussion zur wirtschaftlichen Lage der Europäischen Union und den Folgen für den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart eingeladen.

                  Die WRS hat zudem mit Partnern über aktuelle Themen der Europäischen Kommission gesprochen: In einem Treffen beleuchtete sie die Agenda der neuen EU-Kommission und zeigte mit Expert*innen Chancen für die Region Stuttgart auf. Die WRS hat auch die Rede zur Lage der Union 2025 von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im September live übertragen und mit Expert*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft darüber diskutiert.

                  Unter dem bewährten Format „Europa vor Ort“ organsierte die WRS mit dem Verband Region Stuttgart und dem Landkreis Böblingen eine Bustour zu EU-geförderten Projekten für Regionalparlamentarier*innen und interessierte Akteur*innen. Die Bustour zeigte, wie Fördermittel des Europäischen Sozialfonds gezielt in der Region Stuttgart eingesetzt werden.

                  Das Europabüro Region Stuttgart versammelte im April rund 50 Personen der „ERRIN Transport Working Group“ in Brüssel. Mit Vertreter*innen der Europäischen Kommission diskutierte das Europabüro über den „Clean Industrial Deal“ und Folgen für europäische Regionen. „ERRIN“ ist ein Netzwerk, das aus 15 Arbeitsgruppen besteht. Vertreten sind darin zahlreiche Regionen Europas, wie Stuttgart, Aragon und Katalonien.

                  Die Europaarbeit im Landkreis Böblingen wurde in diesem Jahr mit dem Europapreis der Europa-Union Baden-Württemberg für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Zudem hat der Landkreis zusammen mit dem „Zentrum Digitalisierung Region Stuttgart“ einen Workshop für kleine und mittlere Unternehmen zu aktuellen EU-Themen und Fördermöglichkeiten im Bereich künstliche Intelligenz und Digitalisierung durchgeführt.

                  Die Europaarbeit im Rems-Murr-Kreis hat in diesem Jahr erfolgreich EU-Fördermittel über den Europäischen Sozialfonds sowie das EU-Förderprogramm „Erasmus+“ beantragt und damit wichtige Impulse für Projekte im Landkreis angestoßen. Die europäische „Azubi-Austausch-Woche“, gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung, brachte Auszubildende des Landratsamts mit europäischen Verwaltungseinrichtungen zusammen. Für die Förderung des interkulturellen Austauschs erhielt der Landkreis den Europapreis der Europa-Union Baden-Württemberg.

                  Auch in diesem Jahr empfing die WRS internationale Delegationen aus Unternehmen, Hochschulen und Verwaltungen, unter anderem aus den USA, Mexiko und Brasilien, und zeigte ihnen die Stärken des Wirtschaftsstandorts.

                  Die Region Stuttgart als Hochschul- und Wissenschaftsstandort bekannt machen

                  In diesem Jahr hat der Arbeitskreis Strategie sowie der Vereinsvorstand der „Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e. V.“ (HWRS) erste Maßnahmen der neuen „Strategie 2030“ umgesetzt. Für mehr Sichtbarkeit der regionalen Hochschulen hat die WRS mit der HWRS sechs Kurzfilme produziert, die wissenschaftliche Themen verständlich erklären. Zudem gewährten Studierende in den Filmen authentische Einblicke in ihre Studiengänge.

                  Als Partnerin hat die HWRS den Pop-up Space Region Stuttgart „RE:THINKING“ zusammen mit der WRS und der Landeshauptstadt Stuttgart initiiert. Die HWRS hat insbesondere das wissenschaftliche Programm zu Kreislaufwirtschaft mitgestaltet (mehr dazu hier).

                  Erstmalig hat die HWRS als Partnerin des Transformationsnetzwerks „CARS 2.0“ (mehr dazu hier) bei mehreren Veranstaltungen kleine und mittlere Unternehmen angesprochen und unterstützt. So zum Beispiel bei der „InnoRegioChallenge“, bei der regionale Unternehmen Fragestellungen und Projekte zu aktuellen Herausforderungen eingereicht haben, die anschließend von Hochschulteams bearbeitet wurden.