Termin

29.11., 16:00 – 17:30 Uhr

Datensouveränität im Konflikt zwischen Digitalisierungsdruck und Datensicherheit

Onlineveranstaltung mit Experten aus der Industrie

Unter dem Begriff Datensouveränität verbergen sich mehrere Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der steten Zunahme der Bedeutung von Unternehmensdaten immer wichtiger werden.

Zum einen müssen lange erfolgreiche Geschäftsmodelle in Zukunft auf den Stellenwert überprüft werden, den sie Daten einräumen – sei es in internen Prozessen, im Produkt bzw. im Umgang mit dem Produkt im Feld oder auch in der Interaktion mit dem Kunden vor oder nach Abschluss von Verträgen. Datenbasierte Plattformen werden immer wichtiger, um Produkte und Dienstleistungen zu vertreiben, zu organisieren oder zu überprüfen. Daten bieten im Gegensatz zu physischen Produkten wie Maschinen im Plattform-Zeitalter eine enorm hohe Übertragbarkeit und bei intelligenter Auswertung oftmals zahlreiche Chancen für neue zusätzliche Wertschöpfung.

Auf der anderen Seite entstehen gerade damit auch zahlreiche neue Problemstellungen. Die Gewährleistung von Sicherheit steht hierbei an erster Stelle. Der Eigentümer der Daten, möchte diese möglichst souverän und exklusiv nutzen sowie gegen unzulässigen Missbrauch sichern. In der Wirklichkeit bleibt dieser Anspruch vor allem in global erreichbaren Daten-Netzen trotz zahlreicher nationaler rechtlicher Regelungen mit vielfältigen Unsicherheitsfaktoren konfrontiert. Die aktuelle Situation ist gekennzeichnet von nicht oder nur ungenügend umgesetzten oder einfach sehr unterschiedlichen nationalen Datenschutzrichtlinien für cloudbasierte Software-Produkten bis hin zur Cyber-Kriminalität, die im Ernstfall ganze Unternehmen durch Datenverschlüsselung bzw. unzulässige Veröffentlichung erpressen, lahmlegen oder gar ruinieren können.

In unserer Veranstaltung zum Thema Datensouveränität (online) wollen wir die aktuelle Lage daraufhin beleuchten, welche Fragestellungen und Herausforderungen vor diesem Hintergrund anzugehen sind. Dafür präsentieren Unternehmen ihre individuellen Ansätze, zum einen aus Sicht von unterschiedlichen großen Anwendern der Industrie (Stihl, Index Werke), sowie aus Sicht eines hiesigen Unternehmens der Schwarz-Gruppe (Stackit), das den sog. „Hyperscalern“ (Google, AWS, Microsoft & Co) mit einer eigenen Cloud-Infrastruktur begegnet, deren Server ausnahmslos im deutschsprachigen Raum arbeiten. Zudem berichtet ein Vertreter von Pilz über Herausforderungen und Ansätze im Bereich Cyber Security. Pilz selbst war 2019 von einem Cyber-Angriff betroffen und hat daraus für die Zukunft wichtige Schritte der Vorbeugung abgeleitet. Im anschließenden Austausch können Fragen gestellt und Kontakte geknüpft werden.

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Unternehmen der Industrie und ist für diese kostenfrei. Anmeldung unter andreas.findeis@region-stuttgart.de ist erforderlich.

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