Corona: Unterstützung für die Wirtschaft

Finanzielle Unterstützung

Die Angaben in diesem Beitrag sind nicht rechtsverbindlich.

  1. Kurzarbeitergeld
  2. Liquiditätshilfen
  3. Verdienstausfall
  4. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
  5. Erstattung von Lohnkosten
  6. Grundsicherung
  7. Bürgschaften für Kredite
  8. Ausfallabsicherung von Messen und Ausstellungen
  9. Übernahmeprämie für Ausbildungsbetriebe

Weitere Hilfen, Informationen und Förderprogramme

  1. Krisenberatung für alle Unternehmen
  2. Krisenberatung im Programm „Gestärkt durch die Krise“
  3. Bundeskontaktstelle zur Sicherung grenzüberschreitender Lieferketten
  4. Erleichterungen bei Arbeitnehmerüberlassung
  5. Förderprogramm für Home-Office
  6. Förderprogramm „Restart-Prämie“
  7. Digitalisierungsprämie Plus
  8. Erhöhung der Bemessungsgrundlage beim Forschungszulagengesetz
  9. Förderprogramm „Azubi im Verbund – Ausbildung teilen“
  10. Unterstützung bei der Rekrutierung künftiger Fachkräfte
  11. Weiterbildungsfinanzierung
  12. WRS-Übersicht zu Maßnahmenpaketen für verschiedene Branchen
  13. Hilfreiche Hotlines
  14. Informationen anderer Organisationen

KURZARBEITERGELD

Für wen? Unternehmen mit mindestens einem/r Mitarbeiter/in (auch Leiharbeiter) können Kurzarbeitergeld beantragen. Dabei müssen 10 % der Beschäftigten im Unternehmen vom Arbeitsausfall betroffen sein (Quorum). Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte.
Voraussetzung: Die üblichen Arbeitszeiten sind vorübergehend wesentlich verringert (z.B. wenn aufgrund der Corona-Pandemie Lieferungen ausbleiben oder der Betrieb vorübergehend geschlossen wird). Unternehmen müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen. Erst danach können Sie dieses beantragen.
Was? Übernahme von mindestens 60 % des ausgefallenen Nettolohns der Beschäftigten in Kurzarbeit, ab dem vierten Monat des Bezugs 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges 80 Prozent (bzw. 87 Prozent für Haushalte mit Kindern). Außerdem werden die Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 50 Prozent erstattet. Das Kurzarbeitergeld wird auch rückwirkend ausgezahlt. Die maximale Bezugszeit beträgt 12 Monate (28 Monate für Betriebe, die bis zum 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt haben). Arbeitnehmer in Kurzarbeit können auch in nicht-systemrelevanten Berufen hinzuverdienen.
Unterstützung durch: Bundesagentur für Arbeit
Weiterführende Informationen und Antragstellung:
https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld 
Unterstützung bei der Antragstellung bietet diese Seite der Bundesagentur für Arbeit: https://kurzarbeit-einfach.de/ 

LIQUIDITÄTSHILFEN

Liquiditätskredit bis 500 Beschäftigte

Für wen? Unternehmen in Krisensituation mit Tätigkeit in Baden-Württemberg mit maximal 500 Beschäftigten
Was? Liquiditätskredit bis max. 5 Mio. € zur Finanzierung von Betriebsmitteln, Betriebsübernahmen und Konsolidierungen (inkl. Umschuldung)
Voraussetzungen: Ohne Brancheneinschränkung, Nachweis der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells erforderlich; nicht für Unternehmen, die kurz vor oder in einem Insolvenzverfahren stehen. Laufzeit: 4-10 Jahre, Antragstellung über die Hausbank. Durch Kombi-Bürgschaften der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg können 50% des Darlehens verbürgt werden. Vorzeitige kostenfreie Rückzahlung, sofern die Krisenbewältigung früher gelingt.
Unterstützung durch: L-Bank. Alle Förderkredite der L-Bank können mit Kombi-Bürgschaften der Bürgschaftsbank flankiert werden.
Weiterführende Informationen und Antragstellung: www.l-bank.de/liquiditaet 

Innovationsfinanzierung 4.0

Für wen? Kleine und mittlere Unternehmen sowie größere Mittelständler, die eine Innovation oder ein Digitalisierungsprojekt planen
Was? Kredite zwischen 10.000 und 5 Mio. Euro, bei größeren Unternehmen bis 25 Mio. Euro.
Voraussetzung: Wahl aus den vier Förderbausteinen Innovative Vorhaben, Digitalisierungsvorhaben, Innovative Geschäftsmodelle und Innovative Unternehmen
Unterstützung durch: L-Bank
Weitere Informationen: https://www.l-bank.de/produkte/wirtschaftsfoerderung/innovationsfinanzierung-4.0.html 

VERDIENSTAUSFALL WEGEN TÄTIGKEITSVERBOT ODER KINDERBETREUUNG

Für wen? Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund von Corona einem Tätigkeitsverbot unterliegen oder aufgrund von Corona ihre Kinder betreuen müssen und nicht arbeiten können
Was? Für den Verdienstausfall, der sich aus einer Quarantäne und einem damit einhergehenden Tätigkeitsverbot ergibt, haben Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler Entschädigungsansprüche. In den ersten sechs Wochen das Nettogehalt, im Anschluss Entschädigungszahlungen in Höhe von 67 % des entstandenen Verdienstausfalls. Der Arbeitgeber kann die geleisteten Entschädigungszahlungen bei der zuständigen Behörde (i.d.R. das zuständige Gesundheitsamt) geltend machen. Für Selbstständige gilt: Bei Existenzgefährdung können auch Mehraufwendungen in angemessenem Umfang erstattet werden. Selbstständige erhalten zusätzlich auch Ersatz für weiterlaufende und nicht gedeckte Betriebsausgaben.
Voraussetzungen:

  • Es gab keine Möglichkeit, den Verdienstausfall durch eine andere zumutbare Tätigkeit auszugleichen.
  • Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von 24 Monaten nach Beginn des Tätigkeitsverbots oder Ende der Quarantäne gestellt werden.
  • Es bestand keine Erkrankung bzw. Arbeitsunfähigkeit.

Unterstützung durch: Bundes- und Landesbehörden
Weiterführende Informationen und Antragstellung: https://ifsg-online.de/index.html 

STUNDUNG VON SOZIALVERSICHERUNGSBEITRÄGEN

Wer? Unternehmen und Betriebe, die sich durch die Corona-Epidemie in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden
Was? Finanzielle Entlastung durch Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen. Betroffene Unternehmen wenden sich an die Krankenkasse, bei der die Arbeitnehmer versichert sind, um Voraussetzungen sowie offene Fragen für die Stundung zu klären. Das Angebot endet voraussichtlich zum 01.04.2022.
Voraussetzung: Die Maßnahmen greifen erst, wenn andere Regelungen zur Entlastung ausgeschöpft wurden.
Unterstützung durch: GKV Spitzenverband (Gesetzliche Krankenkassen)
Weitere Informationen: https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/fokus/fokus_corona.jsp   (Ab Absatz „Sozialversicherungsbeiträge“)

ERSTATTUNG VON LOHNKOSTEN

wer? alle Unternehmen
Was? Erstattung von Lohnkosten nach §56, Infektionsschutzgesetz
Voraussetzungen:
Unterstützung durch: jeweiliges Regierungspräsidium
Weitere Informationen: https://ifsg-online.de/index.html 

GRUNDSICHERUNG

Für wen? Bürgerinnen und Bürgern, denen durch die aktuelle Corona-Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht
Was? Grundsicherung für Arbeitsuchende ist eine Sozialleistung, mit der der grundlegende Lebensunterhalt gedeckt werden soll. Sie steht sowohl (ehemaligen) Beschäftigten wie auch Selbstständigen offen. Im Zuge der Corona-Krise wurden die Voraussetzungen für diese Leistung vereinfacht. Mehr Menschen als bisher können jetzt durch Grundsicherung unterstützt werden.
Voraussetzung:

  • Die finanziellen Mittel reichen nicht für den Lebensunterhalt
  • Arbeitssuchende müssen 15 Jahre oder älter sein, dürfen die Regelaltersgrenze aber noch nicht erreicht haben
  • Der gewöhnliche Aufenthalt des/der Arbeitssuchenden ist in Deutschland
  • Die/Der Arbeitssuchende ist erwerbsfähig, also nicht durch eine Krankheit oder Behinderung dauerhaft außerstande, mindestens 3 Stunden täglich zu arbeiten

Unterstützung durch: Bundesagentur für Arbeit
Weiterführende Informationen: https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung-arbeitslosengeld-2 

BÜRGSCHAFTEN FÜR KREDITE

Bürgschaften der L-Bank oder Bürgschaftsbank

Für wen? Unternehmen, die aufgrund fehlender Sicherheiten keinen Kredit von ihrer Hausbank erhalten
Was? Bürgschaftsbank oder L-Bank können bis zu 90 Prozent des Risikos abnehmen.

  • Die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg vergibt Bürgschaften bis 2,5 Mio. Euro
  • Die L-Bank ist zuständig für Bürgschaften über 2,5 Mio. Euro. Neben dem standardisierten Kombi-Programm werden zusätzlich Individualbürgschaften angeboten.

Voraussetzung: –
Unterstützung durch: Bürgschaftsbank oder L-Bank
Weiterführende Informationen und Antragstellung:
https://www.l-bank.de/produkte/unternehmensfinanzierung/burgschaftsprogramm.html 

AUSFALLABSICHERUNG VON MESSEN UND AUSSTELLUNGEN

Für wen? Veranstalter von Messen und Ausstellungen im Sinne der Gewerbeordnung
Was? Planungs- und Vorbereitungskosten von Messen und Ausstellungen werden ähnlich einer Versicherung gegen das Risiko eines pandemiebedingten Veranstaltungsverbotes abgesichert. Pro Veranstaltung können bis zu 80 Prozent der entstandenen Schäden und bis maximal acht Millionen Euro erstattet werden. Ein Ausgleich von Schäden, die einen Gesamtbetrag von 20.000 Euro pro Veranstaltung unterschreiten, ist ausgeschlossen.
Voraussetzungen: Die Veranstaltung wird mit einer Durchführung bis zum 30. September 2022 geplant und wurde vorab auf der zentralen Plattform www.sonderfonds-messe.de  registriert. Sie kann nicht durchgeführt werden, da ein vollständiges Veranstaltungsverbot gilt.
Unterstützung durch: Bund und Länder
Weitere Infos: https://sonderfonds-messe.de / 

ÜBERNAHMEPRÄMIE FÜR AUSBILDUNGSBETRIEBE

Für wen? Ausbildungsbetriebe mit Sitz in Baden-Württemberg, die fremde Auszubildende nach Insolvenz oder unvorhersehbarer Schließung des bisherigen Ausbildungsbetriebs übernehmen
Was? Die Ausbildungsbetriebe erhalten eine Prämie von 1.200 Euro für jeden übernommenen Auszubildenden
Voraussetzungen? Der Antrag muss vom neuen Ausbildungsunternehmen innerhalb von drei Monaten nach Übernahme des Auszubildenden eingereicht werden. Eine rasche Übernahme des Auszubildenden vor der Antragstellung ist kein Problem
Unterstützung durch: Land Baden-Württemberg
Weitere Informationen: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/azubi-transfer-ausbildung-fortsetzen/ 


KRISENBERATUNG FÜR ALLE UNTERNEHMEN

Für wen? Mittelständische Industrie, Handwerk, Handel, Gastgewerbe und Dienstleistungen
Was? Bei der kostenlosen „Krisenberatung Corona“ wird die unternehmerische Lage bewertet, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung geprüft und eine Strategie zur Krisenüberwindung entwickelt. Maximal sind vier Beratungstage möglich.
Voraussetzungen? Für eigenständige Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro bzw. mit einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro. Der geförderte Tagessatz beträgt 1.000 netto, d.h. das Unternehmen muss die Umsatzsteuer selber tragen. Der Landeszuschuss liegt bei 100 Prozent (Vollfinanzierung). Die Antragstellung folgt direkt bei den unten genannten Beratungsorganisationen.
Unterstützung durch: Die Beratung erfolgt durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH). Finanziert wird sie mit rund zwei Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg.
Weitere Informationen und Antragstellung:
RKW Baden-Württemberg: https://www.rkw-bw.de/ueber-uns/rkw-bw-aktuell/2020/gefoerderte-beratung-mit-dem-rkw-bw/ 
BWHM: https://www.bwhm-beratung.de/ 
Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH): https://www.foerdermittel-handel.de/

KRISENBERATUNG IM PROGRAMM „GESTÄRKT DURCH DIE KRISE“

Für wen? Kleine oder mittlere Unternehmen
Was? Beratung, um Unternehmen bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie zu unterstützen und krisensicher für die Zukunft zu machen. Die Förderung beträgt 80 Prozent der Beratungskosten. Maximal sind fünf Beratungstage möglich. Interessierte Unternehmen erhalten eine kostenlose Erstberatung in einer der bundesweit verfügbaren Erstberatungsstellen.
Voraussetzungen: Für eigenständige Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro. Der geförderte Tagessatz beträgt maximal 1.000 Euro netto. Ein Beratungszyklus darf nicht länger als drei Monate dauern.
Unterstützung durch: unternehmensWert:Mensch
Weitere Infos: https://www.unternehmens-wert-mensch.de/programmerweiterung/gestaerkt-durch-die-krise/ 

BUNDESKONTAKTSTELLE ZUR SICHERUNG GRENZÜBERSCHREITENDER LIEFERKETTEN

Für wen? Alle Unternehmen, die Probleme mit ihren internationalen Lieferketten haben. Beispielsweise bei der Herstellung oder Lieferung von Zuliefererprodukten oder der allgemeinen Rohstoffversorgung.
Was? Eine „Kontaktstelle zur Sicherstellung in den Lieferketten“. Die Kontaktstelle sorgt dafür, dass die Herstellung und Lieferung benötigter Zuliefererprodukte reibungslos funktioniert. Die Kontaktstelle dient als zentrale Anlaufstelle der Bundesregierung für Unternehmen.
Voraussetzungen: –
Unterstützung durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Weiterführende Informationen: Unternehmen können sich bei Problemen im Zusammenhang mit internationalen Lieferketten an kontaktstelle-lieferketten@bmwi.bund.de wenden.

ERLEICHTERUNGEN BEI ARBEITNEHMERÜBERLASSUNG

Für wen? Unternehmen, die wegen der Corona-Krise eigene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anderen Unternehmen, die einen akuten Arbeitskräftemangel haben, überlassen wollen
Was? Arbeitnehmerüberlassung ist jetzt ausnahmsweise auch ohne eine Erlaubnis nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zulässig
Voraussetzungen: die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben der Überlassung zugestimmt, Das Unternehmen beabsichtigt nicht, dauerhaft als Arbeitnehmerüberlasser tätig zu sein und die einzelne Überlassung erfolgt zeitlich begrenzt auf die aktuelle Krisensituation.
Unterstützung durch: Bund
Weitere Infos: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-corona/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html  (ganz unten, unter dem Punkt „Arbeitnehmerüberlassung“)

FÖRDERPROGRAMM FÜR HOME-OFFICE

Für wenkleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe mit weniger als 100 Beschäftigten und einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro
Was? Unterstützung bei der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten für eine Beratung durch ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie autorisiertes Beratungsunternehmen.
Voraussetzungen: Der maximale Beratertagessatz liegt bei 1.100 Euro und beträgt einen Förderumfang von 30 Tagen in der Spitze.
Unterstützung durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Weiterführende Informationen und Antragstellung: https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Redaktion/DE/Kurzmeldungen/Aktuelles/2020/200320-go-digital-homeoffice.html 

FÖRDERPROGRAMM „RESTART-PRÄMIE“

Für wen? Kleine und mittlere Unternehmen aus Branchen, die von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen waren bzw. sind und die für die Wiederaufnahme des regulären Geschäftsbetriebs investieren.
Was? Tilgungszuschuss in Höhe von zehn Prozent für kleine und mittlere Unternehmen, die besonders von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen sind. ie Fördermittel sollen dazu beitragen, dass notwendige Investitionen und Betriebsmittel günstig finanziert werden können.
Voraussetzungen:  Voraussetzung ist eine dauerhafte Überlebensperspektive der Unternehmen. Der Tilgungszuschuss im Rahmen der Restart-Prämie beträgt zehn Prozent des Bruttodarlehensbetrags, maximal 50.000 Euro.
Unterstützung durch:  L-Bank. Die Restart-Prämie kann über die Hausbanken in Kombination mit den Förderdarlehen der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GuW-BW) der L-Bank beantragt werden. Die Förderdarlehen können dabei mit einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank oder der L-Bank kombiniert werden.
Weiterführende Informationen und Antragstellung: https://www.l-bank.info/fuer-die-presse/presseinformationen/2022/pi2022_13_restart_praemie.html

DIGITALISIERUNGSPRÄMIE PLUS

Für wen? Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz bis max. 500 Mio. Euro
Was? Kredit mit Tilgungszuschuss für die Digitalisierung eines Unternehmens. Die Kredithöhe beträgt 10.000 bis 120.000 Euro. Die Laufzeit liegt bei fünf, sieben oder zehn Jahren. Bis zu zwei Jahre sind tilgungsfrei. Der Tilgungszuschuss beträgt derzeit 50 % des Bruttodarlehensbetrags, maximal 6.000 Euro für Darlehen ab 10.000 bis 50.000 Euro und 12 % des Bruttodarlehensbetrags, maximal 12.000 Euro für Darlehen über 50.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.
Voraussetzungen: Falls das Unternehmen bereits schon einmal eine Digitalisierungsprämie erhalten hat, muss die Festsetzung des Tilgungszuschusses bei Darlehen oder die Vollauszahlung des Zuschusses länger als ein Jahr her sein.
Unterstützung durch: L-Bank
Weiterführende Informationen und Antragstellunghttps://www.l-bank.de/produkte/wirtschaftsfoerderung/digitalisierungspraemie.html  

ERHÖHUNG DER BEMESSUNGSGRUNDLAGE BEIM FORSCHUNGSZULAGENGESETZ

Für wen? in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen mit Forschungsausgaben
Was? steuerliche Begünstigung von Forschungsausgaben von in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen – unabhängig von Größe, Rechtsform und Branche. Der Fördersatz ist rückwirkend zum 1.1.2020 und befristet bis zum 30.06.2026 auf eine Bemessungsgrundlage von bis zu 4 Millionen Euro pro Unternehmen erhöht worden. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, dass Unternehmen trotz der Krise in Forschung und Entwicklung und damit in die Zukunftsfähigkeit ihrer Produkte investieren.
Voraussetzungen: –
Unterstützung durch: Bund
Weitere Infos: https://www.bescheinigung-forschungszulage.de/ 

FÖRDERPROGRAMM „AZUBI IM VERBUND – AUSBILDUNG TEILEN“

Für wen? Ausbildungsbetriebe, die allein eine vollständige Ausbildung nicht durchführen können und deshalb einen Ausbildungsverbund bilden
Was? Eine einmalige Zuwendung in Höhe von 2.000 Euro erfolgt, wenn der Auszubildende während der Kurzarbeits-Phase mindestens vier Wochen seiner Ausbildung in einem Partnerbetrieb absolviert. Eine einmalige Zuwendung in Höhe von 4.000 Euro erfolgt, wenn die Dauer der Ausbildung im Partnerbetrieb mindestens 20 Wochen beträgt.
Voraussetzungen: Der Antrag muss spätestens vor Beginn der Ausbildung im durchführenden Betrieb gestellt werden.
Unterstützung durch: Ministerium für Wirtschaft Baden-Württemberg
Weiterführende Informationen und Antragstellung: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/azubi-im-verbund-ausbildung-teilen/ 

UNTERSTÜTZUNG BEI DER REKRUTIERUNG KÜNFTIGER FACHKRÄFTE

Für wen? kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
was? Das Förderprogramm „Passgenaue Besetzung“ unterstützt Betriebe bei der Besetzung offener Ausbildungsplätze. Bundesweit etwa 160 BeraterInnen beraten Betriebe, ermitteln deren Bedarf an Auszubildenden, erstellen Anforderungsprofile, suchen nach potenziellen Auszubildenden, sichten Bewerbungsunterlagen und führen Auswahlgespräche und Einstellungstests durch. Sie sind auch wichtige Ansprechpartner für die Weitervermittlung von Auszubildenden aus Betrieben in Schwierigkeiten. Die Nutzung digitaler Wege für die Kontaktaufnahme spielt dabei in der Corona-Krise eine wichtige Rolle.
Voraussetzungen: 
Unterstützung durch: Förderprogramm „Passgenaue Besetzung“, Bund
weitere Informationen: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Ausbildung-und-Beruf/passgenaue-besetzung.html 

WEITERBILDUNGSFINANZIERUNG

Für wen? Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zu Qualifizierungs-, Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen anmelden
Was? Die Maßnahmen werden zinsgünstig mit einem 3- bis 5-jährigen Darlehen in pauschaler Höhe finanziert
Voraussetzungen: in der Regel 20.000 € pro zu qualifizierendem Beschäftigten
Unterstützung durch: L-Bank. Alle Förderkredite der L-Bank können mit Kombi-Bürgschaften der Bürgschaftsbank flankiert werden.
Weiterführende Informationen und Antragsstellung:https://www.l-bank.de/produkte/wirtschaftsfoerderung/weiterbildungsfinanzierung-4.0.html 

WRS-Übersicht zu Maßnahmenpaketen für verschiedene Branchen:

Automobilwirtschaft:
https://cars.region-stuttgart.de/uebersicht-unterstuetzungsangebote/
Filmwirtschaft:
https://film.region-stuttgart.de/aktuelles/corona-info.html
Personalverantwortliche:
https://fachkraefte.region-stuttgart.de/aktuelles/news/?news_id=10343

Hilfreiche Hotlines

  • Corona-Hotline des Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg für Unternehmen: 0800 40 200 88
  • Hotline der Bundesagentur für Arbeit zum Kurzarbeitsgeld: 0800 45555 20 (zuständig für die Beantragung ist die örtliche Arbeitsagentur)
  • Hotline der Bundesagentur für Arbeit zum Arbeitslosengeld II/Grundsicherung: 0800 4 5555 23. Weitere Informationen unter: https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung 
  • Hotline der KfW zu Kreditprogrammen: 0800 539 9001
  • Corona-Hotline des Landes Baden-Württemberg: 0800 40 200 88
  • L-Bank Wirtschaftsförderung: 0711 122-2345. wirtschaftsfoerderung@l-bank.de
  • Hotline L-Bank zu Bürgschaften zwischen 2,5 Mio. und 5 Mio. Euro: 0711 122-2999. buergschaften@l-bank.de
  • Hotline der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg für Bürgschaften bis 2,5 Mio. Euro: 0711 1645-6. ermoeglicher@buergschaftsbank.de
  • Hotline zu Fördermaßnahmen der Förderdatenbank: 030 18615 8000
  • Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus: 030 18615 1515. Bei Fragen zu Exportkreditgarantien: 040 8834 9000. info@exportkreditgarantien.de
  • Hotline des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen: 06196 908-1444. schutzausruestung@bafa.bund.de

Informationen anderer Organisationen