Von der Forschung in die Wirtschaft

Beim WRS-Workshop „Wissens- und Technologietransfer“ wurden vielfältige Möglichkeiten diskutiert, um die Wissensweitergabe in der Wirtschaftsregion Stuttgart zu verbessern

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Im Rahmen des von der WRS koordinierten regionalen Strategieprozesses „RIS Reloaded“ hat am 4. Mai 2026 unser Workshop „Wissens- und Technologietransfer“ bei der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. auf dem Campus der Universität Stuttgart in Stuttgart-Vaihingen stattgefunden. Der Fokus des Workshops lag auf der Verbesserung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Erklärtes Ziel war es, die Kooperation der Akteure sowie die entsprechenden Strukturen und Angebote abgestimmt und strategisch weiterzuentwickeln. An dem Workshop nahmen etwa 50 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und intermediären Einrichtungen der Region Stuttgart teil.
„Insgesamt verfügt die Region Stuttgart über umfangreiche Potenziale in angewandter Forschung und technologischer Entwicklung sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft“, sagte Stephanie Fleischmann, die Leiterin Geschäftsbereich Strategie und internationale Beziehungen bei der WRS. Eine gezieltere Nutzung und ein verbesserter Wissenstransfer könnten die Wirtschaft in der Region daher nachhaltig stärken.

Nach einer gemeinsamen Erfassung aller bekannten bestehenden Angebote wurden in drei parallelen Workshops Ideen für konkrete Verbesserungen gesammelt. Der erste Workshop befasste sich mit der Verbesserung des Austauschs zwischen Forschung und Intermediären. Der zweite Workshop hatte zum Thema, bestehende Angebote besser zu vernetzen und sichtbarer zu machen. Der dritte Workshop setzte sich mit Formaten auseinander, die den Wissenstransfer zwischen Unternehmen fördern.
Ein zentrales Ergebnis war, dass in der Region zwar viele passende Angebote zum Technologietransfer existieren, eine Bündelung und transparente Übersicht aber fehle. Dies erschwere auch die Vernetzung untereinander. Darüber hinaus wurden Hemmnisse beim Umgang mit sensiblen Informationen sowie Schwierigkeiten beim „Übersetzen“ von Technologien für KMU erörtert.
Die Teilnehmenden schlugen eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Technologietransfer-Netzwerken und -Akteuren vor. Außerdem die bessere Bewerbung und Spezifizierung bestehender Angebote. Branchenspezifische Schulungsangebote für Intermediäre wurden ebenfalls diskutiert, um Unternehmen auf Augenhöhe begleiten zu können und zwischen Wirtschaft und Forschung vermitteln zu können. Auch der regelmäßige Austausch mit der Politik, um Fördermaßnahmen strategischer auszurichten, wurde thematisiert. Zentrale Plattformen für den Informationsaustausch wurden als wichtiges aber nicht allein ausreichendes Instrument hervorgehoben. Zudem wurde der Aufbau eines digitalen Marktplatzes vorgeschlagen, auf dem Forschungsschwerpunkte von Hochschulen und aktuelle Entwicklungen von Unternehmen präsentiert werden könnten.
Es bestand ein allgemeiner Konsens über die Notwendigkeit einer strategischen Zusammenarbeit und engeren Abstimmung zwischen den Partnern. Auch mehr Austausch über Erfolgsmodelle, eine zentrale Wissensdatenbank sowie der Wunsch nach Reallaboren in der Region standen im Raum. Insgesamt wurde die Bedeutung der Mensch-zu-Mensch-Netzwerke und der menschlichen Kommunikation im Gegensatz zu rein digitalen Lösungen betont.
In einem nächsten Schritt werden die im Workshop erarbeiteten Themen und Anregungen nun in von der WRS organisierten Arbeitsgruppen vertieft und auf mögliche Weiterentwicklung und Anwendbarkeit geprüft.

Der Strategieprozess „Regionales Innovationssystem Region Stuttgart Reloaded (RIS Reloaded)“ wird durch EFRE-Mittel des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Langfristig trägt RIS Reloaded dazu bei, die Innovationsfähigkeit der Region Stuttgart systematisch zu stärken und eine tragfähige Grundlage für neue Kooperationen, Projekte und Wettbewerbsbeiträge zu schaffen.

Kontakt bei der WRS: Stephanie Fleischmann, Leiterin Geschäftsbereich Strategie und internationale Beziehungen