Aktuelle geopolitische Veränderungen in der Zusammenarbeit mit strategischen Partnerländern sorgen für Unsicherheiten und Absatzschwankungen bei international tätigen produzierenden Unternehmen.
Bislang weniger stark wahrgenommene internationale Märkte gewinnen dabei für die Automobil- und Zulieferindustrie sowie den Maschinenbau zunehmend an Bedeutung.
Im Rahmen des Treffpunkt Automotive beleuchten wir aktuelle Entwicklungen im globalen Handel, neue Freihandelsabkommen der EU und die daraus entstehenden Chancen für regionale Unternehmen. Praxisnahe Einblicke aus Politik, Wirtschaft und Industrie liefern Impulse für eine strategische internationale Ausrichtung im dynamischen Marktumfeld
Programm
11:00 Uhr Begrüßung und Einführung
Christoph Gelzer, Projektleiter CARS 2.0, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
11:15 Uhr Europa und Asien: Partnerschaften für eine neue Ära des Handels – Die strategische Agenda der EU
Wolfgang Bücherl, Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission für Baden-Württemberg und Bayern in München
11:45 Uhr Freihandelsabkommen erfolgreich nutzen – Chancen und Herausforderungen für KMU
Marc Bauer, Referatsleiter Internationaler Warenverkehr, IHK Region Stuttgart
12:15 Uhr Bosch in Asien – Indien als Wachstumsmarkt mit Chancen und Hürden
Christoph Kirsch, Bosch Management Support, ehemals Robert Bosch GmbH
Light Lunch und persönlicher Austausch auf der Aussichtsterrasse.
ca. 15 Uhr Ende
Informationen zu den Vorträgen
Europa und Asien: Partnerschaften für eine neue Ära des Handels – Die strategische Agenda der EU
In einer Welt im Umbruch sind Freihandelsabkommen wie das EU-Indien-FTA oder Partnerschaften mit ASEAN-Staaten mehr als Wirtschaftspolitik – sie sind geopolitische Weichenstellungen. Die Europäische Kommission setzt auf Lieferketten, Souveränität und klimaneutrale Wertschöpfung, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und globale Standards zu prägen.
Der Vortrag gibt Einblick in strategische Prioritäten der EU und diskutiert, wie Europa mit Freihandelsabkommen eine nachhaltige Handelsordnung gestalten kann.
Freihandelsabkommen erfolgreich nutzen – Chancen und Herausforderungen für KMU
Der Vortrag zeigt, wie KMU von Freihandelsabkommen profitieren können, und beleuchtet Markterschließung, organisatorische Anforderungen, Dokumentationspflichten sowie Informations- und Anlaufstellen für Unternehmen.
Zudem behandelt er Warengruppen, den Umgang mit abweichenden Standards und gibt Handlungsempfehlungen. Abgerundet wird der Vortrag durch Zahlen zu Freihandelsabkommen sowie Einblicke aus der Praxis des Referenten als Experte für Zoll und Außenhandel.
Bosch in Asien – Indien als Wachstumsmarkt mit Chancen und Hürden
Bosch ist seit den 1920er-Jahren in Asien aktiv, doch der indische Markt zeigt die Kluft zwischen Theorie und Praxis: Strategien scheitern oft an lokalen Gegebenheiten. Trotz großer Potenziale in E-Mobilität, Industrie 4.0 und Dienstleistungen sind „Rote Linien“ wie Korruption, Bürokratie oder IP-Risiken ernst zu nehmen.
Der Vortrag zeigt, wie Markteintritte mit lokalen Partnern, Skalierung und interkultureller Sensibilität gelingen. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel globaler Standards und lokaler Anpassung.
Informationen zu den Referenten
Zielgruppe
Diese Veranstaltung richtet sich an Unternehmensverantwortliche, Mitarbeiter*innen mit strategischen Aufgaben sowie Vertreter*innen von im internationalen Umfeld tätigen Unternehmen.
Auch Vertreter*innen von Unternehmen, die erstmals den Schritt ins Ausland wagen oder neue Märkte erschließen wollen, finden Antworten auf ihre Fragen. Informationen sind generell branchenübergreifend gültig – die Veranstaltung ist somit auch für außerhalb der Automotive-Industrie tätige Unternehmen relevant.
Veranstaltungsort
Danneckerstraße 54
70182 Stuttgart
Ansprechperson(en)
Christoph Gelzer
Veranstalter
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Diese Veranstaltung ist eine Initiative des Projekts „Cluster Automotive Region Stuttgart 2.0 – Transformationsnetzwerk für den Fahrzeug- und Maschinenbau (CARS 2.0)“. Das Gemeinschaftsprojekt CARS 2.0 wird von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH koordiniert. Partner sind das Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V., die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und die IG Metall Baden-Württemberg. CARS 2.0 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
